Hot and Spicy - erotische Häppchen

Fifty Shades Darker
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Knisternde Momente aus der  "Tiefseeperle"


Der Graf sagte nichts, seine Zunge strich über ihren Hals, bevor er an den Spitzen ihrer Ohrläppchen knabberte, die gerade noch unter der Maske hervor lugten. Sofort stellten sich ihre Brustwarzen in dem Latexanzug auf und drückten gegen den kleinen Reißverschluss, der die zarten Knospen freigeben würde. Der kleine Piercingring an ihrem rechten Nippel drückte sanft gegen das Metall und unterstrich dieses Empfinden.

Sein Duft war männlich herb und unfassbar anziehend. Ihr Herz begann schneller zu schlagen, als er sich mit sanftem Druck zwischen sie und den Tisch stellte und sein Knie ihre Schenkel auseinander drückte. Wieder wollte sie etwas sagen, doch er legte seine Hand auf ihren Mund. Warum ließ sie das zu? Es wäre ein Leichtes, ihn zur Seite zu schieben und seinem absurden Tun ein jähes Ende zu bereiten. Aller Widerstand war wie weggeblasen. Im Gegenteil, sie hatte das kribbelige Gefühl, dass sich alles urplötzlich in der Mitte ihres Körpers sammelte. Ein Meer aus Feuchtigkeit, pulsierendes Blut, konzentriert auf einen Punkt.

Er legte seine Arme um ihre Taille und wanderte mit seinen Händen zu ihren Brüsten, spielte durch den Latex an ihren Nippeln. Sie seufzte laut, als er fester drehte. Von dem seltsamen Spiel vereinnahmt, drückte sie ihren Körper an seinen und konnte seine harte Erregung spüren. Mit spitzen Fingern zog er ihre kleinen Warzen hervor und zwirbelte heftiger. Wohlwollend registrierte er den Piercingring, an den er in Gedanken sofort kleine Gewichte setzte. Mit der einen Hand packte er unerwartet den Pferdeschwanz und zog ihren Kopf in den Nacken.

»Oh Gott!«, entfuhr es Victoria. Die Art, wie er mit ihr umging, löste ein innerliches Beben aus.

Geschickt griff er in ihren Schritt und öffnete den Reißverschluss ihres Catsuits; dieser Mann wusste, was er tat. Sanft glitt sein Finger durch ihre pulsierende Spalte. Sie konnte förmlich sein Lächeln sehen. Es war eine kurze Berührung, doch Victoria seufzte erneut innig. Er ließ sich Zeit, ließ es sich gefallen, wie sie ihren Körper an seinem Schwanz, der sich in seiner Hose hart aufgebäumt hatte, rieb.

Der Latex knietschte durch ihre Bewegungen, sonst war es ruhig. Ein behutsamer Druck auf ihrer Klitoris, dann legte er die ganze Handfläche stimulierend auf ihre pulsierende Vagina. Sie zuckte, spürte, wie sich ein Gefühl gleich einem Höhepunkt, anschlich.

Dies blieb ihm nicht verborgen und er raunte: »Wage es nicht!«, um erneut ihren Kopf in den Nacken zu ziehen.

Dieses Mal ging er nicht sanft vor. Sie öffnete den Mund, wollte schreien, aber es kam nur ein rauer, gedämpfter Ton hervor. Bevor sich das Gefühl in seiner Vollständigkeit entfalten konnte, zog er die Hand weg und löste den Griff um ihre langen Haare. Sie sackte leise seufzend zusammen – was für eine süße Qual. Der Reißverschluss ihres Latexanzuges war weit geöffnet und offenbarte den Blick auf ihre intime Mitte. Plötzlich schien alles möglich. Willig ließ sie sich von ihm auf die Tischkante heben und spreizte die Beine. Sie stützte sich mit den Armen ab, den Kopf im Nacken, den Blick in den Nachthimmel.

Er hockte sich vor sie, tat nichts, sein warmer Atem hüllte sie ein. Das Verlangen, dass er sie berührte, wuchs. Ihre Muskeln arbeiteten, und verzückt betrachtete er, wie sich ihre Vulva bewegte. Endlich begann er, mit seiner Zunge ihre blanke Scham zu lecken, saugte an ihrem Kitzler.

Heftiger wurde in ihr die Lust, dass er sie endlich fickte. Egal wie – mit seiner Zunge, mit seinen Fingern oder noch lieber mit diesem harten, großen Schwanz, der sich in seiner Hose verbarg. Seine Maske kratzte und für einen Moment wurde Victoria diese absurde Situation erneut bewusst und sie verkrampfte.

Als er es bemerkte, sagte er: »Lass los!«

Es war eine klare Anweisung, sich ausschließlich auf ihn zu konzentrieren. Er drückte die Maske fester auf ihren Venushügel. Saugte ihren Duft auf, genoss, wie ihr Körper lustvoll zitterte.

»Bitte mich, dass ich dich ficke!«, befahl er ihr.

Trotz aller Geilheit traute sie sich nicht.

»Ich höre!« Der Ton klang strenger und seine flache Hand klatschte unerwartet auf ihre Scham. »Ich weiß, dass du gefickt werden willst!«

»Ja, verdammt!«, schrie es aus ihr heraus. Er drang mit seiner Zunge tief in ihre vor Feuchtigkeit schäumende Vagina ein und massierte mit seinen Fingern fester ihren Kitzler.

»Ich will, dass du jetzt kommst!«, befahl er ihr, und Victorias Körper zuckte, ihre Muskeln krampften, als sich der Orgasmus auf dieses Kommando hin mit einem leisen Stöhnen entlud.

Verschämt setzte sie sich sofort, nachdem dieses Gefühl abgeklungen war, auf die Tischkante, schloss die Beine und blickte geniert wie ein kleines Mädchen auf den Boden. Ihr Atem ging schnell, das Herz raste. Was in aller Welt war da gerade mit ihr passiert?

»Das war für das erste Mal gut!«

War das wieder seine Ironie? Unter normalen Umständen wäre ihr eine passende Antwort eingefallen, das hier war allerdings nicht normal. Ihr fiel nichts ein. Trotz allem, es fühlte sich gut an – herrlich überrumpelt, aber nicht benutzt. Er stand nah bei ihr. Sie traute sich, ihn anzuschauen und sah auf der Maske die feuchten Stellen ihrer Säfte. ber nicht benutzt. Er stand nah bei ihr, und sie konnte, da sie sich traute, ihn anzuschauen und die feuchten Stellen, ihre Säfte auf seiner Maske erkennen. Seine Augen verrieten, dass er lächelte.

Sanft strich er ihr über ihre Wange, harrte noch einen Moment schweigend aus, um mit seinem wehenden Umhang die Bühne seiner Inszenierung zu verlassen. Genauso leise, wie er gekommen war, entschwand er. Ein Phantom der Lust …

Prickelnde Zeilen aus "ON FIRE"


 

Eine Stunde später klopfte es an Sues Zimmertür. Ein Grinsen huschte über ihr Gesicht, als sie im Bademantel und mit einem Handtuchturban öffnete. Sue hatte eine Wette mit sich abgeschlossen und da stand er nun. Verlegen und in seiner Zivilkleidung um ein Vielfaches attraktiver. Ohne große Worte ließ sie ihn hinein.
Eigentlich war es verrückt. Obwohl sie Leon mit ihrem ganzen Herzen liebte und sich nach ihm sehnte und verzehrte, hatte sie ab und zu Sex mit anderen Männern. In diesem Moment, als Adrian ihr gegenüberstand, ging es Sue nur um eines: Sie wollte sich ablenken. Der Gedanke, nur wenige Kilometer von Leon entfernt zu sein und ihn nicht in ihrer Nähe zu haben, quälte sie. Viele Frauen verbanden die Lust auf Sex mit der Liebe zu ihrem Partner. Auch Sue stellte diesbezüglich keine Ausnahme dar. Mit Leon zu schlafen, ihn zu spüren und mit ihm in wundervoller Weise zu verschmelzen, bedeutete ihr alles und berührte ihr Herz und ihre Seele. Eine Nähe und eine Intimität, die es nur zwischen zwei Menschen nur geben kann, die sich lieben.
Nach einigen Augenblicken hatte ihren Körper eine prickelnde Geilheit erfasst. Eine, die man empfindet, wenn es nur ums Ficken, ohne Emotionen, ging. Gelüste, einen harten Schwanz zu spüren, nach einer Zunge, die ihre Vagina zum Kochen brachte, und nach einem Höhepunkt, der sie lustvoll durchspülte. »Damit eines klar ist«, sagte sie leise, jedoch in einer Stimmlage, die keinen Widerspruch zuließ. »Was heute Abend zwischen uns passiert, wird ab morgen ohne Bedeutung sein!«
Adrian nickte und Sue schüttelte ihren Handtuchturban ab. Mit den Fingern fuhr sie durch ihre nassen Haare, um sie aufzulockern. Anschließend ließ sie den Bademantel zu Boden gleiten und präsentierte sich ihrem jugendlichen Bewunderer in vollkommener Nacktheit. Sie wusste, dass sie die Initiative übernehmen musste, da Adrian zwar geil, aber verunsichert wirkte.
Sie legte sich auf das Bett und deutete ihm an, dass er näher kommen sollte. »Zieh dich aus«, sagte sie mit einem verführerischen Unterton.
Er schlüpfte aus seiner Kleidung und behielt die Unterhose an. Sie musste erneut über seine Schüchternheit schmunzeln.
»Zeig mir, was du zu bieten hast«, gurrte sie.
Er grinste verlegen und streifte die Shorts herunter. Ein ansehnlicher Schwanz kam zum Vorschein.
»Dafür musst du dich nicht schämen.« Sue freute sich auf dieses ausfüllende Erlebnis.
Ihre Worte ließen Adrian etwas lockerer werden. Durch sie ermutigt, spielte er an seiner Eichel und an den Hoden. Das Ergebnis entlockte Sue einen Seufzer. Er kniete sich vor sie hin und Sue spürte, wie er sie in ihrer Nacktheit Zentimeter für Zentimeter mit den Augen erkundete.
»Sie sind wunderschön«, sagte er mit rauer Stimme. Sue konnte sich ein erneutes Lachen nicht verkneifen. »Ähm … du«, korrigierte sich Adrian.
Vorsichtig streichelte er Sues Körper. Sie hatte die Augen geschlossen und sog die Berührungen auf, die ihre Geilheit anfachten. Ihre Brustwarzen zeigten sich fest und aufgestellt, und als Adrian an ihnen spielte, stöhnte sie voller Begierde nach mehr. Behutsam begannen seine Lippen über ihren Bauch zu streichen. Die zarten Küsse, die Zungenspitze, die vom Bauchnabel hin zu ihrem Venushügel glitt, lösten zwar ein erregendes Prickeln aus, aber stellten für Sue bereits die Grenze der von ihr akzeptierten Nähe dar.
»Komm, verwöhne meine Pussi«, forderte sie ihn auf und spreizte ihre Beine. Für einen Moment öffnete sie die Augen und ihre Blicke trafen sich. Adrians Gesicht hatte sich vor Aufregung gerötet und sie spürte seine feuchte Eichel an ihrem Oberschenkel.
Spielerisch streifte sein Finger durch ihre nasse Mitte. Diese Nässe puschte ihn mit einem Mal und er tauchte mit seinem Kopf zwischen ihre Schenkel, um sie intensiv zu lecken. Seine Zunge kreiste um ihren Kitzler und entlockte Sue ein erneutes Stöhnen.
»Das ist heiß«, raunte er in Anbetracht ihrer Geilheit.
»Komm, besorg es mir richtig«, forderte sie ihn auf. »Fick mich!«
Mit zwei Fingern begann er sie zu penetrieren. Lustvoll rekelte sich Sue und hob ihr Becken, sodass er noch tiefer in sie eindringen konnte.
»Ich will deinen Schwanz!«, feuerte sie ihn an, da sie merkte, dass ihn bereits die wenigen Dirty Words erregten. »Ich liebe ihn, so groß und hart, dass ich schon bei dem Anblick auslaufe.« Rasch griff sie zu einem Kondom, das er sich umständlich über seinen Penis zog.
Aufgeregt stützte er sich ab, dabei strich er mit seinem Glied ein paar Mal über ihre angeschwollenen Schamlippen.
»Was für ein pralles Teil«, stöhnte sie, als er in sie eindrang. Seine Stöße waren schnell und hart. Das Klatschen nackter Haut erfüllte den Raum. »Ich will dich reiten und deinen Saft aus dir herausholen«, murmelte sie und ihre Wangen glühten. In dieser Stellung konnte sie ihren Kitzler auf seinem Schambein reiben und sich durch ihre eigenen Bewegungen zu einem heißen körperlichen Orgasmus katapultieren.
Adrian hatte ebenfalls die Augen geschlossen und knetete Sues Brüste. Immer schneller bewegten sie sich, bis ihnen beiden der Schweiß aus den Poren strömte.
»Ich komme gleich!«, stöhnte er, packte ihre Pobacken und drückte sie fester auf sich. »Du bist so unfassbar nass und eng!« Mit diesen Worten spritzte er ab und sein Körper verlor umgehend an Spannung.




Bondagegeschichten
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Fesselnde Momente aus "Passionata"


 Er stand in der Mitte des Raumes und reichte ihr die Hand. Bereits das Berühren seiner Fingerspitzen ließ sie erregt erschaudern. Sie trat an ihn heran, er stellte sich hinter sie. Obwohl sie nur wenige Zentimeter trennten, berührte er sie nicht. Doch allein schon seine Nähe fühlte sich wie ein Schutzwall der Geborgenheit an. Mary Joe wusste, dass sie sich jederzeit fallen lassen könnte – und Noah würde sie auffangen.

Mary Joe konnte seinen Atem in ihrem Nacken spüren.

»Schließe deine Augen und tauche ein«, flüsterte er und seine Worte fühlten sich wie ein sanftes Streicheln an.

Hatte er ihr beim ersten Zusammentreffen die Philosophie über das Verhältnis zwischen Dom und Sub vermittelt und von Verantwortung, Vertrauen und Hingabe gesprochen, schaffte er es in diesem Moment mit seiner bloßen Präsenz, dieses Gefühl in ihr wahr werden zu lassen. Für Mary Joe öffnete sich ein weiteres Fenster in die Welt der bizarren Lust.

Sie hatte Schmerz und Unterwerfung lieben und genießen gelernt. Seine harten Worte hatten ihre Seele zum Klingen gebracht. Wenn er sie hart und schnell gefickt hatte, hatte sie Stürme der Geilheit erlebt, die sie niemals wieder missen wollte. Doch das, was gegenwärtig mit ihr geschah, war mit all dem nicht vergleichbar.

Sanft küsste er ihr Haar, seine Fingerspitzen strichen über den seidigen Stoff des Kimonos, doch es fühlte sich an, als berühre er ihre Haut. Wieder und wieder durchliefen sie Schauer der Wollust. Ruhig und in sich versunken ließ sie sich fallen. Fallen in einen Rausch der Sinne.

In dem Augenblick, als das Gewand über ihren Körper glitt, der seidige Stoff zu Boden fiel, verstand sie, was er damit gemeint hatte, dass er sie entdecken wollte.

Seine Hände streichelten ihre Schultern, die Brüste und ihren Bauch. Begleitet durch seine Atmung, die ihren Nacken kitzelte. Sanft fuhr er mit seinem Finger durch ihre nasse Vagina.

Ein leises Stöhnen entfuhr ihr. Unzählige Seufzer der Lust folgten und vermischten sich mit dem Klang der Musik. Ihre Brustwarzen waren aufgestellt und hart, ihr Körper näherte sich einer Explosion. Mary Joe konnte es nicht fassen, dass sie allein durch diese vorsichtigen Berührungen bereits kurz vor einem Höhepunkt stand.

Doch sie traute sich nicht, diesem aufbrandenden Gefühl nachzugeben. Eine der Regeln lautete, sich zurückzunehmen – er würde entscheiden, wann sie kommen dürfte. Es waren süße, aber gleichzeitig schreckliche Qualen gewesen, den eigenen Orgasmus zu unterdrücken.

»Heute gibt es keine Vorschriften«, flüsterte er.

Er hatte sie ohne Worte verstanden. Mary Joe seufzte abermals.

Wieder strich er mit seiner Hand über ihren Venushügel, berührte ihren Kitzler und streichelte die Schamlippen. Ein Sturm zog über das tosende Meer ihrer Begierde.

Mary Joe spürte, wie sich diese Welle immer mehr in ihr ausbreitete. Sie schnappte nach Luft und lehnte sich an seinen Oberkörper ... und versank in einer Flutwelle der Lust, die ihren Körper überschwemmte.

»Ich genieße deine Erregung!«, raunte er und sein Atem ging ebenfalls schneller.

Mary Joe spürte seinen harten, pulsierenden Schwanz an ihrem Po. Sie ahnte jedoch, dass diese Erfüllung noch in weiter Ferne lag. Aus dem Augenwinkel wagte sie einen Blick: Noah wandte sich dem Tisch mit den Seilen zu und ließ die Finger prüfend über die sauber aufgerollten Knäuel gleiten. Mary Joe konzentrierte sich wieder auf die weißen Wandpaneele vor ihr. Sie hatte ihn immer für seine Beherrschung bewundert. Als sie ihn einmal darauf angesprochen hatte, hatte er gelächelt und gesagt: »Abspritzen ist nicht die ausschließliche Form eines Orgasmus, auch wenn es uns Männern gern unterstellt wird.«

Ihre Nackenhärchen stellten sich auf, als sie seinen Atem wieder spürte. Er ließ ein Seil über ihre Haut gleiten. Dieses Seil löste ein ganz besonderes Kribbeln aus, das sie noch nicht beschreiben konnte.

Immer wieder küsste er sie und sie konnte erahnen, wie er ihre Hingabe genoss. Welch ein sinnliches Spiel!

Mary Joe erschrak, als er ihr eine Augenbinde umlegte. Er flüsterte: »Nur durch unsere Berührungen werden wir in die Dimensionen des Shibari reisen.« Mary Joe nickte und jegliche Sorge war verschwunden.

Wortlos streckte er ihre Arme über den Kopf. Die ersten Minuten lauschte sie, um herauszuhören, was er tat. Doch auch dies löste sich auf.

Die Seile umspielten in mehreren Reihen ihren Oberkörper. Beginnend oberhalb ihrer Brüste, die durch die Fesslung kunstvoll eingeschnürt wurden, bis zu ihren Hüften. Sie spürte, dass die Knoten sorgsam und gleichmäßig gebunden waren. Auf Fotos hatte sie die Kunst der japanischen Fesselkunst bestaunt und konnte sich vorstellen, wie es bei ihr aussah. Ihr Bondagemeister erlaubte ihr, dass sie sich mit den Händen an dem Ring festhalten durfte. Sie konnte sich so noch besser in dieses Gefühl fallen lassen, als er ihre Beine ebenfalls mit einem doppelt geführten Seil zu umwickeln begann. Sie spürte, mit welcher Sorgfalt und Konzentration er vorging. Bei allem was er tat, zeigte sich sein Anspruch auf Ästhetik.

Anschließend verschnürte er ihre Arme angewinkelt auf dem Rücken. Immer wieder erspürte sie seine sanften Küsse, die Härchen an ihrem Körper stellten sich auf und eine Gänsehaut hatte sie vollständig erfasst. Die Dunkelheit verstärkte das Kribbeln und ihre Erregung nahm von Sekunde zu Sekunde zu.

Ein Antippen am Fußgelenk signalisierte ihr, das rechte Bein anzuheben. Ihr Oberkörper glitt nach vorn. Obwohl es nur eine kleine Bewegung war, glaubte sie, wie in einer Achterbahn nach unten zu sausen. Diese Intensität entlockte ihr ein: »Oh Gott!«

Er winkelte ihr Bein an, zog ein Seil durch die Beinfesselung und befestigte es an einem der Deckenringe. Liebevoll berührte er ihren Po und sie bewegte sich ein wenig auf den Fußspitzen. Mit einem weiteren Seil, dass er durch die Fixierung an ihrer linken Fessel führte, zog er sie in die Luft und unterstützte diesen Moment des Abhebens mit seinen kräftigen Armen. Mary Joe winkelte das zweite Bein an und ließ ihren Kopf nach unten fallen.

Die Seilführung erlaubte es, sie wie einen Vogel zum Schweben zu bringen, ohne dass es Kraft benötigte. In der Sekunde, als ihr zweites Bein endgültig vom Boden abgehoben war, tanzte ein Lied durch Mary Joes Kopf. ‚Over mountains I fly high ... Lights will guide me ... And I close my eyes ...‘ Ja, sie fühlte sich, als fliege sie über die Gipfel eines Gebirges, geführt von einem Licht. Mary Joe schloss die Augen.

Die Intensität, die sie beim Singen durchlebte, dieses Verschmelzen mit dem Augenblick, erfüllte sie, als sie sich immer mehr vom Boden entfernte. Geschmeidig, in einer Symbiose der Bewegungen, schwebte sie mit angewinkelten und gespreizten Beinen, sodass sich ihre nackte Scham für ihn ungeschützt präsentierte. Wieder durchflutete Mary Joe ein Gefühl von Hingabe. Diese Suspension ließ sie in eine verletzliche Position gleiten. Unverfälschte Nacktheit, die sie zu einem Geschöpf der Begierde werden ließ. Sie genoss es, sich ihm so zeigen zu können. Ihr Körper bewegte sich durch seine Berührungen und sie empfand grenzenlose Freiheit, Vertrauen und leidenschaftliche Lust.

Zunächst passierte nichts weiter. Mary Joe spürte seine Anwesenheit, obwohl sie ihn nicht mehr hörte.

»Genießen wir den Augenblick«, hörte sie ihn nach einer Weile flüstern. »Die Kunst ist es, die Achtsamkeit für den Moment zu erlangen.«

Mit diesem Satz schaffte er es, dass sie sich entspannte und ihr Gewicht in die Seile fallen ließ. Es war ihr, als liege sie auf einer Wiese. Minuten der Stille, der tiefen Entspannung. Sie hatte jegliches Zeitgefühl verloren. Sich diese Einkehr zu gönnen, den Augenblick zu genießen, stellte eine neue Dimension dar. Ja, es war eine Reise der besonderen Art!

Mary Joe spürte unvermittelt seinen Atem zwischen ihren Schenkeln. Die Erweiterung des Liebesspiels, von dem er gesprochen hatte, setzte sich fort.

Zärtlich verwöhnte er sie mit seiner Zunge, spielte und reizte sie, bis sie glaubte, es nicht mehr aushalten zu können. Leise Seufzer der Lust vermischten sich mit den Melodien. Eine zuckersüße Woge durchzuckte sie, erfasste sie von Kopf bis Fuß und ließen ihren Körper in Flammen aufgehen.

Es hätte nie aufhören mögen! Doch er beendete sein Spiel und veränderte die Höhe, auf der sie schwebte. So vorsichtig, dass sie es kaum wahrnahm. Wieder einmal ein Augenblick des grenzenlosen Vertrauens.

Endlich erfüllte sich ihr ein lang gehegter Traum: Er nahm sie in der Suspension. Genussvoll drang er in sie ein und genoss diese Stellung, die ihren G-Punkt kitzelte.

Noch nie hatte sie ihn so innig wahrgenommen. Immer wieder strich sie sich mit der Zunge über ihre Lippen, hob und senkte ihren Kopf. Das laute Stöhnen ihrer unendlichen Ekstase erfüllte den Raum.

»Deinen Körper zu besitzen, deine Seele einzufangen, ist ein Geschenk!«, hörte sie die Stimme ihres Herrn. »Ich will deine Geilheit hören«, sagte er plötzlich fordernd.

»Ja Sir«, antwortete sie und hatte Mühe, diese Worte zu formulieren, so sehr tobte es in ihrem Kopf.

Er packte sie seitlich an den Hüften und begann sie schneller zu ficken.

»Ja! Oh Gott, ich liebe es!«, schrie es unvermittelt aus ihr heraus.

Aus der ruhigen sinnlichen Atmosphäre entbrannte ein Sturm der hemmungslosen Geilheit. Die Musik war verstummt und wurde durch das Klatschen nackter Haut abgelöst.

»Ich bin noch nicht fertig mit meinem willigen Fickstück!«, sagte er süffisant.

Mary Joe fragte sich, wie man in einer solchen Situation so klar und deutlich sprechen konnte. Ihr gelangen nur noch hechelnde Laute.

Er löste sich von ihr und ihre Lustsäfte perlten an ihren Oberschenkelinnenseiten herunter.


Die dunkle Seite aus "Sternesucherin"


Stephens erstarrte. Nein, das war kein Spaß mehr, und er musste befürchten, dass man ihm das Messer in den Hals rammte, wenn er sich weiterhin zur Wehr setzte. In was war er da nur hineingeraten? Niemals hätte er vermutet, dass die dunkle Seite tatsächlich einen Pakt mit dem Teufel hatte.   

 

Dominique zitterte am ganzen Körper. Diese Stimme, die Augen würde sie niemals vergessen.

»Na, du kleines Miststück«, raunte er ihr zu. »Du hast wohl geglaubt, mich nie wiederzusehen.«

Er packte sie und zerrte sie von der Tanzfläche – für Dominique war die Versteigerung vorbei.

Wie ein Stück Vieh trieb er sie vor sich her. Als sie eine schwere Holztür erreicht hatten, stieß er diese mit dem Fuß gewaltsam auf und schubste sie einen Gang entlang, bis sie wieder eine Tür erreichten. Rücksichtslos schupste er sie in den spärlich beleuchteten Raum, sodass sie sich nicht mehr halten konnte, stürzte und hart auf den Boden knallte. Es war ihrer perfekten Körperbeherrschung zu verdanken, dass sie nicht mit dem Kopf auf den Steinboden schlug.

Ein stechender Schmerz jagte durch ihren Knöchel. Sie schloss die Augen und hörte, wie die Tür ins Schloss fiel. Der Teufel packte sie an den Fesseln und zerrte sie zurück in den Stand, sodass sich ihre Körper berührten. Er roch nach kaltem Zigarettenrauch und Schweiß.

Ihr Fußgelenk pochte und sie konnte spüren, wie es anschwoll. Ein warmes Rinnsal lief an ihrem Schienbein herunter, da sie sich ebenfalls das Knie aufgeschlagen hatte. Obwohl der Raum nicht beheizt war, glühte ihr Kopf.

Er löste den Knebel und Dominique japste nach Luft.

»Ohne dieses Ding kann ich dich besser winseln hören und wie du um Gnade flehst.«

Als sie nicht antwortete, schlug er ihr derart fest ins Gesicht, dass sie strauchelte. Nur mit Mühe konnte sie auf ihren hohen Schuhen das Gleichgewicht halten. Wieder durchzog ein mörderischer Schmerz ihr Sprunggelenk. »Manieren hat man dir über die Jahre wohl nicht beigebracht?« Es war eine klare Anspielung auf ihre gemeinsame Vergangenheit.

»Ja, Sir«, presste sie hervor, da sie wusste, dass, wenn sie ihm weiter eine Antwort verweigerte, es nur noch schlimmer werden konnte. Angestrengt versuchte sie, sich ihren Ekel nicht anmerken zu lassen, aber es gelang ihr nicht.

»Dein Gesichtsausdruck gefällt mir ganz und gar nicht.« Dabei schüttelte er den Kopf und schlich wie ein Raubtier um sie herum. »Untervögelt?«

Sein darauffolgendes Lachen klang höhnisch. Unvermittelt packte er mit beiden Händen in ihre Haare, näherte sich ihrem Gesicht. Der Griff war fest, sodass sie aufgrund der Halsmanschette ihren Kopf nicht zur Seite drehen konnte. Seine rissigen Lippen drückten auf ihre und mit Gewalt schob er ihr seine Zunge in den Mund. Dabei kniff er ihr erneut mit dem Nadelkissen in ihre zarten Brustwarzen. Als er von ihr abließ, floss sein Speichel an ihrem Kinn herunter und ein Würgereiz überkam sie. Sie versuchte, so gut es ging, ihren Kopf abzuwenden, um eine Wiederholung dieser Widerlichkeit zu vermeiden.

»Zickig wie eh und je«, schnaubte er. »Du willst deinen ehemaligen Herrn doch nicht etwa ärgern?«

Plötzlich passierte etwas, von dem sie sich als devote Sklavin niemals hätte vorstellen können, es zu wagen.

Sie drehte ihren Kopf zu ihm, spuckte ihn an und schrie: »Du Bastard, du wirst meine Demut und Hingabe niemals wieder erhalten, auch wenn du mich noch so quälst!« Ihre Stimme war klar und sie fragte sich, woher sie den Mut aufbrachte. Aber was hatte sie zu verlieren? Sie hatte bereits die Hölle betreten. »Du nicht! Jedem Straßenköter bringe ich mehr Respekt entgegen als dir ...«

Für einen Augenblick bemerkte sie seinen irritierten Blick, da er ein solches Verhalten vermutlich noch nie erlebt hatte.

Schnell hatte er sich aber gefangen und sein freies Gesichtsfeld wurde wutverzerrt. Dominique hatte noch nie vorher in solch abgrundtief böse Augen geblickt. Das war es, dachte sie, jetzt wird er dich töten. Seine mächtige Pranke legte sich fest um ihren Hals und die enge Latexmanschette verstärkte den Druck.

In dieser Sekunde empfand sie das erste Mal in ihrem Leben Todesangst. Sein Griff wurde fester, sie röchelte und schloss die Augen. Wenn er mich jetzt erwürgt, dann ist es wenigstens schnell vorbei, war ihr einziger Gedanke, und Tränen rannen ihr übers Gesicht, als sie spürte, dass ihre Luftreserven aufgebraucht waren. In dem Moment, in dem sie glaubte, die Besinnung zur verlieren, ließ er von ihr ab. Sie hustete, ihre Beine sackten weg und sie sank zu Boden. Wie durch ein Wunder konnte sie ihren Oberkörper aufrecht halten.

»Hast wohl gedacht, ich höre nicht mehr auf, bis du krepiert bist?« Die Tonlage war die eines Menschen, der sich seiner Macht bewusst war und keine Gnade kannte. »Ich will doch noch ein bisschen Spaß haben – totes Fleisch ist langweilig und unsexy!«

Ihr Kehlkopf schmerzte, so wie jeder Zentimeter ihres Körpers. Durch das Bondage krampften ihre Schultern und sie spürte ihre Arme nicht mehr. Stephen hatte die Fesselung zwar optimal ausgeführt, doch für solche körperlichen Gewaltakte, war sie nicht ausgelegt.

»Wir zwei haben noch eine Rechnung offen«, herrschte er sie an und baute sich bedrohlich vor ihr auf. Dominique konnte ihn nicht ansehen. »Schau mich an!«, schrie er und in seiner Stimme hallte das Böse wieder. »Ich war mir nicht ganz sicher, ob du es wirklich bist ... ist ja schon ein paar Jährchen her, dass wir das Vergnügen hatten.«

Dominique konnte ihre Schluchzer nicht mehr zurückhalten, da sie von der ersten Sekunde gewusst hatte, wer ihr auf der Tanzfläche gegenübergetreten war.

»Die hübsche Brandnarbe auf deinem rechten Handrücken hat mich in meiner Vermutung bestätigt.«

Er trat ihr zur Bestätigung rücksichtlos in den Bauch und sie fiel mit einem lauten Schmerzensschrei zur Seite. »Ich sagte doch, mir entkommt man nicht!«

Er schaute auf sie herab. Dann trat er einen Schritt zurück und betrachtete sein Opfer. Genüsslich steckte er sich eine Zigarette an. Das Geräusch des Feuerzeuges ließ Dominique das Blut in den Adern gefrieren.

Jahrelang hatte sie sich davor gefürchtet, dass er sie ausfindig machen könnte. Irgendwann waren die Erinnerung und damit auch die Furcht verblasst. Es war Ironie des Schicksals, dass er sie ausgerechnet jetzt gefunden hatte. Der „Master of Pain“, wie er sich stets selbst genannt hatte, hatte sich das zurückgeholt, was ihm vor vielen Jahren abhandengekommen war.

Ihr damaliges Martyrium, welches sie als junge naive Frau ertragen hatte, war, rückblickend betrachtet, kriminell und hatte nicht das geringste damit zu tun, wie ein Dom seine Sub zu behandeln hatte. Dass sie sich damals hatte befreien können, war ein Wunder gewesen.

 

Es schien, als habe er über die Jahre sämtliche Skrupel verloren und lebte sein teuflisches Spiel mehr denn je aus.

Dominique hatte keinerlei Vorstellungen, was ihr Peiniger plante. Würde er es auf die Spitze treiben und ihren Tod letztlich doch in Kauf nehmen? Er könnte sie in diesem Verlies verrecken lassen, es würde vermutlich keinen dieser Irren interessieren.

 


Bizarre Welt
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