Dangerous Affair Leseprobe online: Kapitel 2 Part 2

Elay


  Nach einer ausgiebigen Dusche klopfte es bereits an der Tür und die Masseurin betrat pünktlich das Zimmer. Es überraschte mich wiederholt, dass zierliche Frauen über eine solche Kraft verfügen, um die verspannten Muskeln bis in die Tiefe zu lockern. Entspannt legte ich mich auf die mitgebrachte Liege. Erfreulicherweise verhielt die Dame sich schweigsam. Ich hasse es, wenn man mir versucht ein Gespräch aufzuzwingen.
Bis auf eine Narbe am rechten Oberschenkel war ich mit meinem durchtrainierten Körper zufrieden. Das Andenken stammt aus der Zeit bei den US Marins. Einen Moment der Unachtsamkeit und eine Kugel erwischte mich. Die Wut darüber, löste eine heftige Reaktion aus und ich streckte zwei Gegner mit gezielten Kopfschüssen nieder. Das spritzende Blut und wie sie zusammensackten, bereitete mir Genugtuung. Wir befanden uns im Kampfeinsatz und der Zeitrahmen hatte leider nicht gereicht, sonst hätte ich sie mit mehreren Schüssen langsam sterben lassen.
Glücklicherweise erlangte ich meine Gesundheit vollständig zurück. Diszipliniert verfolgte ich das Ziel, meine Fitness auf den alten Level zu trainieren. Manch einer mag mich für die strikte Ernährungsweise, den Verzicht auf Nikotin und Alkohol für einen Gesundheitsfanatiker halten. Es passt jedoch zu mir, denn mein gesamtes Leben bestand und besteht aus Extremen. Mittelmaß ist für mich inakzeptabel.

Durch die streichenden Bewegungen der Zauberhände glitten die Gedanken ab. Der heutige Auftrag brachte mir die stattliche Summe von achtzigtausend. Die Hintergründe warum der Auftrageber den Kerl loszuwerden wollte, blieb dieses Mal im Dunklen. Ab und zu erfahre ich das Motiv, allerdings ist es mir egal. Das ich nach der Entlassung aus der Armee den Weg eines Auftragskillers einschlug, lag an einem Freund. Sam, der als Legionär für ein verhältnismäßig geringes Salair in der Welt herumreiste, löste einen Denkprozess aus. Ich überlegte, ob es etwas Vergleichbares, aber Lukrativeres gab. Bei den gefährlichen Kriegseinsätzen bin ich abgestumpft und ein Menschenleben verlor an Bedeutung. Es lag nahe, meine Fähigkeiten anderweitig einzubringen. Ich bin ein Spieler und Abenteurer. Bei den Recherchen stieß ich auf das Darknet. Ein digitales Paralleluniversum, indem man sicher und nicht nachverfolgbar surfen kann. Es ist eine Plattform für den Handel mit illegalen Gütern. Waffen, falschen Papieren, verschieben von Hehlerware und Serviceangeboten aller Art. Ich gab eine Anzeige auf, so als verkaufe ich ein Auto oder suche eine Wohnung. Skurril, durchaus entspricht es der Wahrheit. Zunächst Unbekannt dauerte es eine Weile, bis jemand an mich herantrat. Für mich bedeutete es ebenfalls ein Test. Empfand ich Skrupel? Kurz gesagt: Ich blieb gelassen und verspürte kein Mitleid.
Nach vier Jahren in dem Business fragt man die  Dienstleistung von »Marvin B. Smith«, so mein Darknet-Pseudonym, an und ich picke mir die Rosinen heraus. Ab und zu spiele ich mit den Gedanken aufzuhören. Finanziell habe ich ausgesorgt. Eine innere Stimme klopft vermehrt an, das Risiko nicht unnötig in die Höhe zu treiben. Es wird der richtige Zeitpunkt kommen und den werde ich erkennen.

Ich freute mich auf den Abend mit Larissa. Wir hatten uns vor einiger Zeit hier in New York auf einer Vernissage kennengerlernt. Eine angenehme und attraktive Gesellschafterin. Allerdings erfüllt sie nicht wirklich mein Verständnis von Schönheit. Die operierte Einheitsnase, die Silikonbrüste und ihr durch Botoxunterspritzungen aalglattes Gesicht, waren für mich eine Spur zu viel Unnatürlichkeit. Larissa unterwarf sich jedoch nur den üblichen Erwartungen einer Dame der amerikanischen Upperclass.
Ich hingegen mag zierliche Frauen und ein großer Busen ist mir nicht wichtig. Weiterhin liebe ich braune Augen. Sie müssen dennoch eine besondere Wirkung auf mich haben. Ich nenne es den Rehkitzblick, der hilflos wirkt und das macht mich sexuell an.
Sich bei zügellosem Sex fallenzulassen, ist der einzige Moment, wo ich bereit bin, meine Disziplin bewusst zu ignorieren. An Sex mangelte es mir nicht. Ob ich will oder nicht, umgibt mich eine gewisse Aura, etwas Geheimnisvolles, der streunende Wolf und dem erliegen die willigen Perlen reihenweise.
Meine sexuellen Präferenzen tendieren zu den härteren Praktiken. Kuschel- und Blümchensex schließe ich aus, es langweilt mich schlicht weg. Ich mache daraus keinerlei Geheimnis. Larissa gehört zu denen, die die erbarmungslose Gangart erst durch mich entdeckt hat. Ich dominiere sie und sie habt sich zu fügen. Selbstbewusste Frauen beim Sex zu beherrschen, ist ein befriedigendes Gefühl. Das Verhalten ist in mir fest verwurzelt und ich muss es nicht vortäuschen. Mit der kühlen Larissa erwartete mich heute Abend ein ausgiebiges Intermezzo. Vielleicht schleife ich sie auf das Dach eines Hochhauses und spiele mit ihrer Angst. Ein reizvoller Gedanke.
Bei der Erinnerung an unseren gemeinsamen Erlebnissen prickelte es ausgesprochen angenehm. Wie ihre wohlgeformten Lippen meinen Schwanz umschlossen und sie in demutsvoller Haltung mit einem Augenaufschlag vorher um Erlaubnis bat. Das langsame Steigern der Lust verursachte bittersüße Qualen. Ihr Stöhnen, wie sie um Erlösung bat, endlich gefickt zu werden. Fordernd hatte ich ihren Oberkörper auf die Tischplatte gedrückt und einen Ledergürtel um ihren Hals gelegt. Ich zwang sie, ihre Beine zu spreizen, sodass sie sich kaum noch auf ihren hohen Schuhen halten konnte. Der Anblick ihrer vor Nässe glitzernde Spalte und ihre Gegenwehr all das, löste gerade mehr als nur ein Kribbeln im Unterleib aus. Das Spiel der Unterwerfung ist grenzwertig und in dem Rausch der mich erfasst, muss ich vorsichtig sein, dass ich nicht zu weit gehe.
Die Erektion nahm kontinuierlich zu und ich musste aufpassen, dass die Masseurin keine falschen Schlüsse zog. Obwohl ich bereits andere Dinge erlebt habe. Eine interessante Empfindung eindeutige Avancen von einer Frau nach einer Ganzkörpermassage zu erhalten. Augenblicklich spielte sich die Szene in meinen Gedanken ab.
Ihre Hände glitten sanft an Stellen, die unbestreitbar nicht zu einer medizischen Massage gehörten.
»Gefällt dir dass?«, gurrte sie unvermittelt.
»Ich bin ein Mann mit einer gesunden Libido.« Ich ließ die Augen geschlossen und beschloss die unerwartete Offerte zu genießen. Da ich mich wie üblich auf dem Hotelzimmer massiert wurde, stand einem entspannten Erlebnis nichts im Wege.
Immer auf der Hut raunte ich jedoch:»Übrigens ist deine unmissverständliche Einladung auf meinem Smartphone aufgezeichnet.« Es lag stets direkt neben mir und es hatte keinerlei Aufwand bedurft, die Aufnahmetaste zu betätigen.
Sie hatte mich irritiert angesehen.
»Eine Vorsichtsmaßnahme, dass du mir nicht eine Belästigung oder Vergewaltigung unterstellst.«
»Du hast eine blühende Fantasie.«
»Das muss wohl an meinem Job liegen.«
»Ich weiß auch nicht, warum ich plötzlich so unfassbar erregt bin«, gestand sie, dabei wirkte sie nach wie vor sehr selbstbewusst.
»So, so! Dann zeig mal, was du kannst.« Welcher Mann lehnt eine solch reizvolle Offerte ab?
Oh ja, sie hatte es drauf. Mein Schwanz bekam eine Massage, die es in sich hatte. Aus der bedächtigen Physiotherapeutin entwickelte sich ein Vamp, die fickte, als gäbe es kein Morgen.
Ja, ein aufregendes Erlebnis, an das ich gern zurückdenke. Wie sie bettelte, dass ich auf ihren Körper und in ihr Gesicht spritze. Knieend und vor Gier zitternd genoss sie es, wie ihr die Säfte über die Brüste, die Wangen und Lippen liefen. Ein geiler Anblick, den ich seitdem öfters von meinen Gespielinnen einfordere.

Das Klingeln des Handys holte mich aus den erotischen Erinnerungen. Mit einem Seufzer nahm ich das Gespräch an.
»Mr Shaw?«, vernahm ich eine mir unbekannte Stimme.
»Kommt darauf an.« Ich runzelte die Stirn. Für meine Aufträge benutzte ich wechselnde Prepaid-Telefone, sodass der Anruf in einem anderen Zusammenhang stehen musste.
»Ich rufe an, weil sie mir empfohlen wurden.«
»Empfehlungen sind immer von Vorteil. Möchten Sie eine Immobilie verkaufen oder erwerben?« Der Beruf des Immobilienmaklers, der landesweit operierte, hatte sich bewährt.
»Sie sind mit einem Sam befreundet?«
»Ich kenne mehrere mit dem Namen.« Jedoch ahnte ich, dass er den Fremdenlegionär meinte. Das signalisierte mir mein Instinkt.
Mit einer Handbewegung forderte ich die Masseurin auf, das Zimmer zu verlassen. Die prickelnden Gedanken und somit die erquickliche Erektion hatten sich in Luft aufgelöst.
»Mein Name ist Morris, James Morris aus LA.«
»Ja, ich habe von Ihnen gehört.« Ein aufstrebender Politiker, der gute Chancen besaß, der nächste Gouverneur von Kalifornien zu werden. Die Art wie er zu Macht und Reichtum kam, wurde im Wahlkampf heiß diskutiert. Schlammschlachten sind ein beliebtes Mittel, um unliebsame Konkurrenten aus den Weg zu räumen. Meines Wissens agierten Morris und sein Herausforderer auf recht niedrigem Niveau.
»Ich möchte mich gern mit Ihnen treffen. Ihr Freund Sam versicherte, Sie sind der beste Makler des Landes.«
Bis jetzt verlief das Gespräch inhaltlich unverdächtig. Ich fragte mich natürlich, warum er einen Profikiller suchte. Vielleicht plante er, den Wahlsieg durch den Tod des politischen Widersachers abzusichern.
»Das lässt sich einrichten. Ich bin zur Zeit in Chicago.« Den korrekten Aufenthaltsort ging ihn nichts an.
»Ist es Ihnen möglich, zeitnah unserer schönen Stadt einen Besuch abzustatten?«
»Nennen Sie mir ihre Kontaktdaten, ich melde mich, wenn ich in LA bin.«
Ich notierte die Nummer, die Morris durchgab und beendete das Telefonat.

Zweifelsfrei ein interessanter Anruf, der mich neugierig machte.
»Na dann auf nach LA«, sagte ich zu mir und entsorgte umgehend die SIM-Karte des Telefons. Sekurität hatte obereste Priorität.


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Kommentare: 2
  • #1

    Susanne (Donnerstag, 22 Juni 2017 21:17)

    Das ist ja wieder spannend und schon wieder vorbei. Was das wohl für ein Auftrag ist? Bin schon sehr gespannt.

  • #2

    Sandra (Freitag, 23 Juni 2017 14:33)

    Man möchte nicht aufhören.....
    sehr interessant möchte mehr erfahren �