Leseproben online -Angel's Secrets Part 3

 

Fünf Sterne deluxe

 

 

Gedankenverloren nippte sie an ihrem Wasser. Nach zehn Minuten, entdeckte sie William, wie er die Bar betrat und winkte ihm zu. Sofort erstrahlte sein Gesicht und er eilte auf sie zu.
»Angel meine Liebste.« Er nahm ihre Hand und hauchte einen galanten Handkuss. »Wie glücklich ich bin, dass ich dich wiedersehe.«
»Ich freue mich auch«, säuselte Angel. »Was trinken wir Darling?«
»Einen schönen Cocktail, der uns der Barkeeper empfehlen wird.«
Angel nickte und Sam unterbreitete zwei Vorschläge. Zwischen ihnen beiden bestand die heimliche Vereinbarung, dass er bei ihrem kaum Alkohol hinein mixte. Es klingt abenteuerlich, aber aufgegeilte Männer, bekommen einen Tunnelblick und die Gefahr, dass es auffiel, konnten sie nahezu vollständig ausschließen. Die Augen hafteten ausnahmslos auf ihren sexy Begleiterinnen und sie befanden sich im Taumel der Vorfreude.

»Ich habe heute etwas Neues«, flüsterte William Angel zu.
»Du wirst ja ganz rot«, neckte sie ihn und beugte sich zu ihm. »Verrate es mir.«
»Ich habe den Pornokanal abonniert.« Es klang aufgeregt, wie ein Kind, das sich auf Weihnachten freute.
»Oh wie aufregend«, stimmte sie gespielt freudig zu. »Das wird heiß!« Wie ich es hasse!
»Ich mache das zum ersten Mal.«
»Wirklich?«
»Meine Matilda lehnt das ab. Na ja du weißt ja, dass sie den Dingen generell nicht aufgeschlossen ist.«
Aus den zahlreichen Gesprächen wusste Angel, dass sie seit über zehn Jahren nicht miteinander schliefen. Sie hatte ihm weder einen geblasen, noch durfte er sie lecken. Sex nur im dunklen Schlafzimmer und in der Missionarsstellung. Traurig, jedoch kein Einzelfall. Das erklärte zumindest in Teilen die Existenzberechtigung von Bordellen und eines Begleitservices.
Liebevoll legte sie ihre Hand auf seinen Arm. »Ich weiß, aber dafür hast du ja mich.« Stammkundenpflege!
Das Ritual nahm den gewohnten Lauf. Ein halbe Stunde später verließen Angel und William gemeinsam die Bar. Sie hakte sich freundschaftlich bei ihm unter, da sie ihn nicht nur wegen der wiederholenden Buchungen mochte. Ein korrekter Herr mit guten Manieren, einer intakten Familie, der es geschafft hatte, ihre Begegnungen zu genießen und sie nicht länger als Betrug an seiner Ehefrau zu werten.
Für eine Escortlady eine hervorragende Ausgangslage, die falls der Gast sich wohlfühlte, mit regelmäßigen Treffen rechnen durfte. Mit Einfühlungsvermögen und den richtigen Worten, gelang es Angel, die Ehemänner davon zu überzeugen, das schlechte Gewissen auszublenden. Sie vertrat die Ansicht, wenn die Ehegattinnen sich bereit erklärten minimale Bedürfnisse zu erfüllen, sie arbeitslos werden würde. Warum somit Gewissensbisse haben? Jeder zeigte sich für sein Glück selbst verantwortlich. Männer liebten Sex, das verringerte sich mit zunehmendem Alter nicht. Also was tun, da die Gattin ihre Libido mit den Wechseljahren abgegeben hatte? Eine Affäre stellte sich für die meisten ihrer Kunden als zu kompliziert dar. Sie suchten eine kurzweilige und verbindliche Befriedigung ihrer eigenen Lust. Nicht mehr und nicht weniger. Zumindest traf es auf eine Vielzahl ihrer Stammgäste zu.

 Auf dem Zimmer übernahm Angel die Führung. Zunächst musste er den Tribut in einem geschlossenen Umschlag übergeben. Anschließend verschwand sie im Bad. Zählte das Geld nach, schickte eine SMS an die Agentur, dass »alles »perfekt sei. Eine Sicherheitsmaßnahme, denn letztendlich konnte man den Gästen nur vor den Kopf sehen. Bei der Formulierung »Alles Okay« klingelten die Alarmglocken. Heute jedoch eine reine Formsache.
»Pornofilme ich kotze«, murmelte sie leise, als sie vor dem Spiegel ihren Lippenstift korrigierte und sich die Nase puderte. »Das wird ein Spaß.« Sie streckte sich die Zunge heraus und schlüpfte aus ihrem Kostüm. Zum Vorschein kam ein makelloser Körper in sündhaft teuren Dessous.
Das Spiel ist eröffnet!
Sexy und aufreizend setzte sie sich in Szene. William saß mit einem Bademantel bekleidet auf dem Bett und starrte auf die Stöhneden Pornodarsteller, die sich bei einem Gang-Bang vergnügten. Angel verkniff sich ein Lachen, da er fasziniert vor dem Fernseher saß. Sein Schwanz ragte bereits steif unter dem Frotiermantel hervor.
Wie eine schmusewillige Katze schlich sie an ihn heran.
»William, ich habe mich für dich chic gemacht und meine kleine Schatzkiste ist für die geöffnet.
Er schaute sie an und seine Wangen glühten.
»Wie immer ein Traum!«
»Nur für dich Darling. Aber husch ins Bad.«
»Ja selbstverständlich.« Eilig sprang er auf und folgte ihrer Aufforderung. Duschen im Vorfeld war Pflicht.
»Diese Filme sind eher abtörnend«, grummelte Angel, als sie ihre Utensilien bereitlegte. Kondome, Gleitcreme, Papiertücher und alles so, dass es dem Gast nicht auffiel.
Fünfzehn Minuten später stand William nackt vor ihr. Zu Beginn ihrer Karriere hatte sie sich gefragt, ob es ihr gelang, mit einem älteren Mann Sex zu haben, ohne sich zu ekeln. Obwohl die Körper keine Augenweite mehr darstellten, empfand sie keinerlei Abscheu. Professionalität, die bildliche Vorstellung an die Geldscheine, die in ihren Tresor wanderten, halfen ihr dabei. Manchmal der Gedanke, dass sie einem Menschen etwas Schönes schenkte.
»Darling, erobere mein Schatzkästchen und lasse mich deinen King William ausgiebig verwöhnen ...«
»Ja«, krächzte er und ließ sich von der Meisterin führen und auf Händen tragen.

 

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