Meine LBM 2017


Vom 23.03. -26.03.2017 war Halle 5 Stand D402 mein Mittelpunkt der Welt

Gemeinsam mit meinem Kollegen Michael Barth rockten wir die LBM

Licht und Schattenseiten der Erotik
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Messestand auf der Leipziger Buchmesse
Goodies auf dem Messestand in Leipzig - Buchmesse


Leseproben online -Angel's Secrets Part 5

 

Ein erotischer Roman um Sex, Macht, Bad Boys & große Gefühle!

 

 

Part 5

 

Eine gewöhnliche Nacht lag hinter ihr. William hatte nach seinem Erwachen noch einmal ihre ganze Aufmerksamkeit gefordert. Nahezu zwölf Stunden, lösten den Drang bei Angel aus, sich schnellmöglich zu verabschieden. Sie hatte sich allerdings seinem Wunsch gebeugt und mit ihm auf dem Zimmer gefrühstückt. Herzlich und mit einem Geschenk aus einer Parfümarie verließ sie endlich gegen 9.00 Uhr das Hotel.
Innerhalb von wenigen Minuten stand ein Taxi bereit. Sie ließ sich auf die Rücksitzbank fallen. Ein paar Augenblicke später, öffnete sie ihre Handtasche, kramte den kleinen Handspiegel und ein feuchtes Tuch hervor. Genauso besonnen wie sie ihre Lippen zu Beginn ihrer Buchung und heute früh geschminkt hatte, wischte sie die Farbe ab. Sie wuschelte sich durch die Haare und seufzte.
Der Wagen hielt in einer Seitenstraße unweit ihrer Wohnung. Angel gab dem Taxifahrer einen Geldschein.
»Stimmt so«, sagte sie leise. Das Gesicht des jungen Fahrers erhellte sich, nachdem er sah, dass es sich um ein stattliches Trinkgeld handelte.
Sie stieg aus und reckte sich. Die Sonne schien und für Mai zeigte sich das Wetter außerordentlich freundlich.
Für einen Moment schloss sie die Augen, atmete tief ein und murmelte: »Willkommen zu Hause Brooke!«

 

****************

 

2. Kapitel   Das zweite Ich

Bramham Gardens im Bezirk Kensington zeichnet sich durch imposante Bauwerke zum Beispiel im Jugendstil aus. Ansprechende Fassaden mit architektonischen Feinheiten, die man in der heutigen Architektur vergebens sucht. In vielen der Häuser gibt es Einzimmerappartements, die sich den Bedürfnissen der zeitgenössischen Wohnkultur einer Metropole wie London anpassen. Da aufwendig und luxuriös saniert, sind sie nur für einen bestimmten Personenkreis erschwinglich. Die Gegend hatte Stil und darauf legte Brooke großen Wert. Ein weiterer Vorteil des Viertels bestand darin, dass eine angenehme Anonymität zwischen den Menschen herrschte. Einige Kriterien die Brooke bevorzugte, um sich wohlzufühlen. Nichts hasste sie mehr, als neugierige Blicke und eine enge Beziehung zu den Nachbarn.
Müde schloss sie die Wohnungstür auf. Sofort drängten ihre beiden Katzen zu dem Spalt und steckten ihre Köpfchen hindurch.
»Hallo, ich möchte mal reinkommen.« Liebevoll schob sie die flauschigen und miauenden Stubentiger zur Seite. »Es gibt ja sofort Frühstück.«
Es blieb kaum Zeit die Schuhe auszuziehen, da die vorwurfsvollen Katzenaugen, sie an ihre Pflichten erinnerten. Die beiden sausten in die Küche, sprangen auf den Tisch und erwarteten zunächst ein Leckerli. Schnurrend schnappten sie sich die Bröckchen und standen einem Hund, der sich über die Rückkehr seines Herrchens freute, im Nichts nach. Nach ein paar Streicheleinheiten füllte sie den Napf mit frischen Futter.
»Okay, Huhn mit Krebsfleisch und Reis«, lass sie laut die Beschreibung auf der Packung vor. »Also wenn das mal kein guter Start in den Tag ist.«
Shady und Bijou strichen um ihre Beine und stürzten sich, dem Hungertod nahe, sofort auf die leckeren Filethäppchen. Brooke lächelte und ein kleiner Wonneschauer lief ihr den Rücken herunter. Sie liebte die Katzen von ganzem Herzen.
Raus aus den Klamotten, eine heiße Dusche und endlich ein paar Stündchen schlafen, dachte sie erleichtert. Eine Übernachtung mit einem Kunden blieb eine anstrengende Angelegenheit.
Die teure Spitzenunterwäsche flog in den Wäschekorb und wurde durch einen bequemen Short und ein Shirt ersetzt. Durch die Übermüdung fröstelte sie und schlüpfte in einen weißen Frotiermantel und Flauschsocken.
Es folgte ein weiteres Ritual. Egal wann sie in ihre Bleibe zurückkehrte, setzte sie nach dem Duschen mit einem Glas Milch an den Küchentisch, breitete die Geldscheine sorgfältig auf dem Tisch aus und betrachtete sie eine Weile.
»Was für ein herrlicher Anblick.« Bedächtig strich sie mit den Fingerspitzen für die Banknoten. »Eigentlich verrückt.« Dass die Männer bereit waren, für ihre Gesellschaft und die körperliche Nähe einen solch hohen Preis zu bezahlen, verblüffte sie bis heute.
Wenn die Kerle mich so sehen könnten.
Ein Grinsen huschte über ihr Gesicht. In Brookes privaten Kleiderschrank fanden sie keinerlei Spitzen- und Seidenhöschen, sondern bequeme alltagtaugliche Unterwäsche. Keine Kostüme oder Abendkleider, stattdessen Jeans, Lederjacken und Shirts.
Das Handy vibrierte. Mit einem Seufzer nahm sie das Gespräch an.
»Darling, Angel, wie war dein Termin?« Die übertrieben freundliche Stimme der Agenturchefin nervte. »Hast du denn schon ein bisschen geschlafen?«
Brooke gähnte absichtlich laut. »Isabella, was glaubst du?« Shady sprang auf den Tisch, machte einen Buckel und schnurrte wie ein warmgelaufener Motor.
»Ich kenne keine Katze, die auf so viel Geld herumtanzt«, murmelte Brooke.
»Darling, was hast du gesagt?« Brooke konnte förmlich das Fragezeichen in Isabellas Gesicht sehen.
»Ach nichts ... Was gibt es denn? Ich vermute, dass du mich nicht anrufst, um mir einen schönen Tag zu wünschen.«
»Jetzt enttäuschst du mich aber. Ich bin immer um das Wohl all meiner Damen besorgt.«
»Ich weiß«, lenkte Brooke ein. »Ich bin hundemüde.«
»Bist du denn heute gegen sechs Uhr Abend wieder fit?«
»Mhhm.« Im Moment kam es ihr utopisch vor.
»Ich habe einen tollen Kunden für einen Hausbesuch bei dir.«
Brooke kreiste mit dem Kopf, um den Nacken aufzulockern.
»Zwei Stündchen, das schaffst du.« Für die Agenturchefin bestand keinerlei Zweifel, dass Brooke die Anfrage annahm.
»Kenne ich ihn?«
»Er ist Glorias Stammkunde. Er will mal was Neues.«
Brooke horchte auf. Die Information veränderte die Situation. »Aber was für eine Frage«, säuselte sie umgehend. Wenn ich der alten Kuh einen Kunden wegenehmen kann, jederzeit!
Sofern ein Stammgast der Agentur seine sonst übliche Dame wechselte, bestand die Chance, ihn für sich zu gewinnen. Stammfreier sicherten die Miete!
»Also kann ich zusagen?«, vergewisserte sich Isabella.
»Ja, kannst du. Gibt es etwas zu beachten?«
»Nein Liebes, er ist unkompliziert.«
»Steht sonst noch was an?«
»Im Moment nicht, aber das ändert sich bekanntlich schnell. Ich plane dich ab einundzwanzig Uhr ein.«
»Mache das, also bis später.« Ein gutes Gefühl zu wissen, dass es heute mit dem Geldverdienen weiterging. Es standen einige Ausgaben an. Kosmetikerin, Pediküre, der Personaltrainer musste bezahlt werden und neue Unterwäsche füllten die Liste der kostspieligen Begehrlichkeiten.
Das Geld der vergangenen Nacht wanderte in einen Tresor. Es gab drei Umschläge. In dem ersten steckte sie den Anteil für die Agentur hinein, der zweite deckte die Lebenshaltungskosten und das letzte Kuvert bezeichnete sie als Sparstrumpf. Es existierte ein Vierter, in den sie jedoch nur sehr ungern Geld steckte.
Fucking Finanzamt! Mürrisch schob sie eine Banknote hinein. Ein Gast, mit dem sie sich gut verstand, hatte ihr geraten, ein Gewebe anzumelden. Künstlerin, Schauspielerin so was in der Art hatte er gesagt. Glücklicherweise stand er ihr bei der Steuererklärung bei und achtete darauf, dass die Ausgaben mit den Einnahmen harmonierten.
Die Unterstützung ließ er sich im Gegenzug mit regelmäßigen Verabredungen versüßen. Treffen, die an der Agentur vorbeigingen, was jedoch nichts ungewöhnliches darstellte. Isabella wusste und tolerierte eine gewisse Anzahl von Dates, wenn der sonstige Umsatz stimmte.
  Zehn Minuten später zog sie die lichtundurchlässigen Vorhänge im Schlafzimmer zu, sperrte den sonnigen Frühlingstag aus, um sich endlich ins Bett zu kuscheln. Ausgepowert stellte sie den Wecker auf Sechzehnuhr. Es dauerte nicht lange und Shady und Bijou gesellten sich zu ihr. Brooke lag auf dem Rücken und genoss das beruhigende Schnurren.
Obwohl ihr Körper nach Schlaf schrie, drehte sich das Gedankenkarussell um Mr. de Vere. Allein der Name klang verheißungsvoll. Wie konnte ein Mensch nur solch blaue Augen haben? Obgleich sich ihre Blicke nur für einen winzigen Augenblick kreuzten, hatte es sich in ihr Gedächtnis eingebrannt. Vielleicht lag es nicht an der Augenfarbe, sondern an dem, wie er sie angesehen hatte. Das strahlte etwas Geheimnisvolles aus.

 

 

 

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Leseproben online -Angel's Secrets Part 4

 

Ein spannender Liebesthriller um gnadenlose Strukturen eines Syndikats, die das Leben von zwei Menschen diktiert.

 

 

Fünf Sterne deluxe - Part 4

 

Entspannt und mit sich und der Welt zufrieden, schlief William erwartungsgemäß schnell ein. Eine Weile saß Angel neben ihm auf dem Bett und beobachtete ihn. Auch bei ihr stellte sich ein Gefühl der Zufriedenheit ein. Es fühlte sich gut an, da sie ihn hatte glücklich machen können. Sie wusste, dass die meisten Menschen außerhalb ihres Kosmos, dies nicht verstanden. Sexualität zu verkaufen, blieb trotz allem anrüchig.
Mit einem Seufzer schlich sie ins Bad um zu duschen. Es standen ihr ein paar Stunden bevor, die sie sich vertreiben musste. Es gab für sie eine klare Regel, die besagte niemals bei einer Overnight-Buchung einzuschlafen. Das konnte anstrengend werden, da sich die Nachtstunden unendlich zogen. Aus dem Grund kam zuweilen ihr Babyfone zum Einsatz und ermöglichte einen kleinen Ausflug. Das klappte nicht immer, also hieß es, die Zeit anderweitig totzuschlagen.
Mittlerweile hatte sie in vielen Onlinespielen den High-Score geknackt. Bei ihrem ersten Triumph hatte sie vor Begeisterung in die Hände geklatscht und ein lautes »Yeah!« Herausgerufen. Dummerweise hatte ihr Aufschrei den Herrn geweckt. Blitzschnell hatte sie sich lasziv auf den Rücken geworfen und sich schlafend gestellt. Daraus gelernt, galt es die künftigen Online-Siege lautlos zu bejubeln.
Ein anderes Mal hatte sie sich über YouTube Yoga-Übungen angesehen und sich in der »Turskeeka pada bhekasana oder für den Laien die »liegende Froschstellung« ausprobiert. Der »Hindolasana« forderte ihre vollständige Beweglichkeit, da sie im Schneidersitz die Fußzehen bis zum Mund bog. Nur mit Mühe gelang es ihr, den Beistelltisch mit den Gläsern nicht umzureißen, da sie unkontrolliert zur Seite kippte. Die Erinnerung entlockte ihr nach wie vor ein Grinsen.
   Heute hatte sie Lust ein bisschen mit Jack zu plaudern. In Unterwäsche und Bademantel bekleidet huschte sie in den Fahrstuhl. Um die Uhrzeit wirkte das Haus wie in einem Dornröschenschlaf. Die wenigen guten Geister, die in der Nacht dafür sorgten, dass am nächsten Tag alles wieder für die Gäste strahlte, störten sich nicht an ihr. In diesen Augenblicken gehörte sie zu denen, die im Hintergrund agierten.
In der Lobby angekommen, erklang Klaviermusik aus der Bar.
Wer spielt denn hier mitten in der Nacht?
Sie lauschte einen Moment. Klingt schön!
Es handelte sich nicht um ein klassisches Stück, sondern um eine Popballade. Aber wie so oft hört man etwas und kann es beim besten Willen nicht zu zuordnen.
Ich bin neugierig.
Die Situation entlockte ihr ein Schmunzeln. Barfuß und zu nachtschlafender Zeit durch das Foyer eines der teuersten Hotels der Stadt zu laufen, fühlte sich sonderbar an.
Bis auf ein paar Reinigungskräfte hielt sich niemand mehr in der Bar auf. Sie versuchte, einen Blick auf den Pianospieler zu erhaschen, dennoch so, dass er sie nicht entdeckte.
Oh! Das ist ja ein Zufall, schoss es ihr durch den Kopf. Völlig in sich versunken, erkannte sie den Mann, an den sie bereits hatte denken müssen, obwohl sie sich nur für wenige Augenblicke begegneten.
Ihr erster Eindruck bestätigte sich. Ein Mann von großer Gestalt mit einer für Angel nicht zu erklärenden Ausstrahlung, die sie auf ungewöhnliche Weise erregte. Die dunkelblonden Haare, ein markantes Gesicht die unter dem locker sitzenden weißen Hemd zuerkennende durchtrainierte Figur, entsprachen dem, was sich die private Angel in ihren heimlichen Träumen wünschte. Aus ihrer Tarnung heraus hörte sie zu und bei dem Stück, dessen Namen ihr immer noch nicht einfallen wollte, kribbelte es auf ihrer Haut.
Kurz hob er den Kopf und schaute in ihre Richtung, so als spüre er, ihre Anwesenheit. Eine Schrecksekunde für Angel. Er hatte sie jedoch nicht gesehen.
Um nichts zu riskieren, trippelte sie über den mit Teppich ausgelegten Boden zur Rezeption. Jack grinste.
»Und ruhig?«, fragte Angel zur Begrüßung.
»Na das Übliche. Allerdings muss ich ein paar administrative Arbeiten am PC erledigen.«
Sie standen etwas abseits, sodass es nicht sofort auffiel. Die Geschäftsleitung sah solche Kontakte nicht gern.
»Sag mal, wer spielt da?« Sie hoffte, dass er den Namen verriet. Irgendetwas mit De .... sie hatte nicht genau hingehört.
»Das ist unser Gast aus der Präsidentensuite. Er logiert regelmäßig bei uns und dann kommt es schon mal vor, dass er zu dieser Zeit den Flügel benutzt.«
»Ah.«
»Nein, den Namen verrate ich dir nicht, du kennst das Zauberwort.«
»Diskretion«, antwortete sie und rollte die Augen. »He wir sind Kumpels.«
»Ian de Vere aus New York«, kam es flüsternd über seine Lippen. »Aber von mir weißt du das nicht.«
»Hat er manchmal Damenbesuch?« Angel packte die Neugier.
»Du meinst ob er verheiratet ist?« Er zuckte mit den Schultern. »Ich weiß es nicht, zumindest hat er hier noch nie mit einer Dame eingecheckt.«
»Dann ist er schwul, denn so ein Mann wie er muss gebunden sein.« Angel fuhr sich mit den Händen durch ihre Haare und lockerte sie auf.
»Was bist du denn so neugierig?« Jack schaute sie mit einem Schmunzeln an.
»Och nur so«, winkte sie ab. »Vielleicht ein potenzieller  Kunde.«
»Also willst du von mir wissen, ob er Konkurrentinnen von dir empfängt?«
»Da du es mir schon anbietest, ja interessiert mich.«
»Ich habe bislang nichts dergleichen mitbekommen.«
Mit Daumen und Zeigefinger spielte sie an ihrem Ohrläppchen. Das tat sie oft, wenn sie nachdachte.
»Gefällt er dir? Das wäre ja mal etwas Neues.«
Sie verzog das Gesicht zu einer Grimasse. »Mir gefallen viele meiner Kunden.«
»Ja klar ...«
»Doch wirklich!« Spielerisch boxte sie ihn auf den Arm. »Themawechsel!« Der Rezeptionist blockte bewusst ab.
»Meinetwegen«, stimmte sie zu, obwohl sie gern noch ein bisschen mehr über ihn erfahren hätte.  
»Erzähl mir genau, wie du das mit deiner Freundin wieder hinbekommen hast.«
Sie stützte die Ellenbogen auf dem Counter und ihr Gesicht mit den Händen ab.
Lange kamen sie nicht zum Reden. Die Arbeit und der brummende William, der sich durch das Babyfone bemerkbar machte, beendeten die kurzweilige Plauderrunde.

 

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Leseproben online -Angel's Secrets Part 3

 

Fünf Sterne deluxe

 

 

Gedankenverloren nippte sie an ihrem Wasser. Nach zehn Minuten, entdeckte sie William, wie er die Bar betrat und winkte ihm zu. Sofort erstrahlte sein Gesicht und er eilte auf sie zu.
»Angel meine Liebste.« Er nahm ihre Hand und hauchte einen galanten Handkuss. »Wie glücklich ich bin, dass ich dich wiedersehe.«
»Ich freue mich auch«, säuselte Angel. »Was trinken wir Darling?«
»Einen schönen Cocktail, der uns der Barkeeper empfehlen wird.«
Angel nickte und Sam unterbreitete zwei Vorschläge. Zwischen ihnen beiden bestand die heimliche Vereinbarung, dass er bei ihrem kaum Alkohol hinein mixte. Es klingt abenteuerlich, aber aufgegeilte Männer, bekommen einen Tunnelblick und die Gefahr, dass es auffiel, konnten sie nahezu vollständig ausschließen. Die Augen hafteten ausnahmslos auf ihren sexy Begleiterinnen und sie befanden sich im Taumel der Vorfreude.

»Ich habe heute etwas Neues«, flüsterte William Angel zu.
»Du wirst ja ganz rot«, neckte sie ihn und beugte sich zu ihm. »Verrate es mir.«
»Ich habe den Pornokanal abonniert.« Es klang aufgeregt, wie ein Kind, das sich auf Weihnachten freute.
»Oh wie aufregend«, stimmte sie gespielt freudig zu. »Das wird heiß!« Wie ich es hasse!
»Ich mache das zum ersten Mal.«
»Wirklich?«
»Meine Matilda lehnt das ab. Na ja du weißt ja, dass sie den Dingen generell nicht aufgeschlossen ist.«
Aus den zahlreichen Gesprächen wusste Angel, dass sie seit über zehn Jahren nicht miteinander schliefen. Sie hatte ihm weder einen geblasen, noch durfte er sie lecken. Sex nur im dunklen Schlafzimmer und in der Missionarsstellung. Traurig, jedoch kein Einzelfall. Das erklärte zumindest in Teilen die Existenzberechtigung von Bordellen und eines Begleitservices.
Liebevoll legte sie ihre Hand auf seinen Arm. »Ich weiß, aber dafür hast du ja mich.« Stammkundenpflege!
Das Ritual nahm den gewohnten Lauf. Ein halbe Stunde später verließen Angel und William gemeinsam die Bar. Sie hakte sich freundschaftlich bei ihm unter, da sie ihn nicht nur wegen der wiederholenden Buchungen mochte. Ein korrekter Herr mit guten Manieren, einer intakten Familie, der es geschafft hatte, ihre Begegnungen zu genießen und sie nicht länger als Betrug an seiner Ehefrau zu werten.
Für eine Escortlady eine hervorragende Ausgangslage, die falls der Gast sich wohlfühlte, mit regelmäßigen Treffen rechnen durfte. Mit Einfühlungsvermögen und den richtigen Worten, gelang es Angel, die Ehemänner davon zu überzeugen, das schlechte Gewissen auszublenden. Sie vertrat die Ansicht, wenn die Ehegattinnen sich bereit erklärten minimale Bedürfnisse zu erfüllen, sie arbeitslos werden würde. Warum somit Gewissensbisse haben? Jeder zeigte sich für sein Glück selbst verantwortlich. Männer liebten Sex, das verringerte sich mit zunehmendem Alter nicht. Also was tun, da die Gattin ihre Libido mit den Wechseljahren abgegeben hatte? Eine Affäre stellte sich für die meisten ihrer Kunden als zu kompliziert dar. Sie suchten eine kurzweilige und verbindliche Befriedigung ihrer eigenen Lust. Nicht mehr und nicht weniger. Zumindest traf es auf eine Vielzahl ihrer Stammgäste zu.

 Auf dem Zimmer übernahm Angel die Führung. Zunächst musste er den Tribut in einem geschlossenen Umschlag übergeben. Anschließend verschwand sie im Bad. Zählte das Geld nach, schickte eine SMS an die Agentur, dass »alles »perfekt sei. Eine Sicherheitsmaßnahme, denn letztendlich konnte man den Gästen nur vor den Kopf sehen. Bei der Formulierung »Alles Okay« klingelten die Alarmglocken. Heute jedoch eine reine Formsache.
»Pornofilme ich kotze«, murmelte sie leise, als sie vor dem Spiegel ihren Lippenstift korrigierte und sich die Nase puderte. »Das wird ein Spaß.« Sie streckte sich die Zunge heraus und schlüpfte aus ihrem Kostüm. Zum Vorschein kam ein makelloser Körper in sündhaft teuren Dessous.
Das Spiel ist eröffnet!
Sexy und aufreizend setzte sie sich in Szene. William saß mit einem Bademantel bekleidet auf dem Bett und starrte auf die Stöhneden Pornodarsteller, die sich bei einem Gang-Bang vergnügten. Angel verkniff sich ein Lachen, da er fasziniert vor dem Fernseher saß. Sein Schwanz ragte bereits steif unter dem Frotiermantel hervor.
Wie eine schmusewillige Katze schlich sie an ihn heran.
»William, ich habe mich für dich chic gemacht und meine kleine Schatzkiste ist für die geöffnet.
Er schaute sie an und seine Wangen glühten.
»Wie immer ein Traum!«
»Nur für dich Darling. Aber husch ins Bad.«
»Ja selbstverständlich.« Eilig sprang er auf und folgte ihrer Aufforderung. Duschen im Vorfeld war Pflicht.
»Diese Filme sind eher abtörnend«, grummelte Angel, als sie ihre Utensilien bereitlegte. Kondome, Gleitcreme, Papiertücher und alles so, dass es dem Gast nicht auffiel.
Fünfzehn Minuten später stand William nackt vor ihr. Zu Beginn ihrer Karriere hatte sie sich gefragt, ob es ihr gelang, mit einem älteren Mann Sex zu haben, ohne sich zu ekeln. Obwohl die Körper keine Augenweite mehr darstellten, empfand sie keinerlei Abscheu. Professionalität, die bildliche Vorstellung an die Geldscheine, die in ihren Tresor wanderten, halfen ihr dabei. Manchmal der Gedanke, dass sie einem Menschen etwas Schönes schenkte.
»Darling, erobere mein Schatzkästchen und lasse mich deinen King William ausgiebig verwöhnen ...«
»Ja«, krächzte er und ließ sich von der Meisterin führen und auf Händen tragen.

 

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