Leseprobe online lesen: Dark Romance


Prolog

Dirty Passion ist eine fiktive Geschichte. Dennoch könnte sie sich im Verborgenen so oder ähnlich zugetragen haben. Bekanntermaßen dringen die unheimlichen Ereignisse selten durch die dicken Mauern der Verschwiegenheit. Das Verlangen, uneingeschränkte Macht auszuüben, sie zu missbrauchen und alle Regeln zu missachten, sind Eigenschaften, die der Menschheit nicht fremd sind. In meinem Roman sind die Grenzen fließend.

Sofern Du deutliche Formulierungen und das Böse nicht magst, ist der Roman nichts für Dich.

Ob es ein Happy End gibt, entscheidet jeder selbst. Es liegt, wie vieles im Leben, im Auge des Betrachters. Trotz allem bedenke: »Lieb sein« ist nicht im Sortiment.

 

1.  Kapitel

Chloe Lombardi

Die sanften Wellen, die im gleichmäßigen Takt gegen den Rumpf der zweiundzwanzig Meter langen Jacht schlugen, wirkten einschläfernd. Hinzu kam, dass ich mich zu Tode langweilte. Wie ich diese Familienausflüge hasste. Vermutlich beneideten mich zahlreiche Frauen, dass ich den Sommerurlaub auf einem Schiff und in einem Luxusresort in Marbella verbringen durfte. Aber wenn man, wie ich von Kindesbeinen an, nichts anderes gewohnt ist, verliert auch der größte Luxus seinen Reiz. Gern hätte ich mich nach Texas auf die Ranch einer der unzähligen Neffen des Lombardiclans abgesetzt. Rinder einfangen, im Staub durch die Steppe galoppieren und am Lagerfeuer mit den Cowboys am Abend ein kühles Bier trinken, entsprach weitaus mehr meiner Vorstellung eines aufregenden Urlaubs. Der Patron, wie sie Dad nannten, bestand jedoch auf die einmal im Jahr stattfindende Familienzusammenführung.
»Familie muss zusammenhalten und dazu gehört es, dass sie sich regelmäßig trifft!« Die Worte des Familienvorstands ließen wie eh und je keinen Widerspruch zu. »Chloe, das gilt auch für dich.«
»Du weißt, dass ich mit dem ganzen Drumherum nichts anfangen kann«, versuchte ich mich in leisem Protest.
»Es würde dir gut zu Gesicht stehen, wenn du dich öfters in unseren Kreisen bewegst«, schaltete sich meine Mutter Silvana ein. »Du bist Mitte zwanzig und es ist an der Zeit, sich endlich um einen passenden Partner zu bemühen.«
Ich verdrehte die Augen. Die ständigen Anspielungen auf mein dauerhaftes Singleleben gingen mir auf die Nerven.
»Du denkst also, dass ich in dieser Jetsetwelt den Mann meiner Träume finde?«, schnaubte ich verächtlich.
»Nimm dir ein Beispiel an deiner kleinen Schwester«, fuhr sie unbeirrt fort.
»So, ich soll auch in einem goldenen Käfig leben, morgens Austern schlürfen und Champagner trinken? Warten, bis der Herr Gemahl nach Hause kommt, um für ihn brav die Beine breitzumachen?« Ich wusste genau, dass ich sie mit der Äußerung provozierte, was mir jedoch herzlich egal war. Wir hatten noch nie ein besonders gutes Verhältnis zueinander.
»Chloe, wie redest du über Leonie?« Ihre Stimme nahm einen schrillen Unterton an. »Sie geht den Weg, der für sie bestimmt ist.«
Ich seufzte laut. So konnte nur eine Frau denken, deren Lebensweg traditionell verlief. Mit einundzwanzig Jahren hatte sie meinen Vater geheiratet. Einen Mann, der die Rolle des Oberhauptes eines berüchtigten Mafiaclans innehatte. Dem Klischee entsprechend wanderte die Familie Lombardi von Sizilien in die USA aus, um sich dort ihren lukrativen Geschäften zu widmen. Wer einmal die Filme »Der Pate« oder »Good Fellas« gesehen hat, weiß, was ich damit sagen möchte. Gewalt, Mord, Drogen, Prostitution und unbedingten Gehorsam begleiteten uns seit der Kindheit.
Im frühen Teenageralter wurde ich unfreiwillig Zeugin einer unschönen Exekution. Vermutlich hat mich der Anblick von an die Wand spritzendem Blut und Gehirnmasse nachhaltig geprägt.
Die Diskussion verlief wie gewohnt im Sande und es blieb mir nichts anderes übrig, als dem Willen der Familie nachzugeben.

Mit zusammengekniffenen Augen verfolgte ich das Treiben der Gäste, die mit uns gemeinsam einen feuchtfröhlichen Nachmittag in einer Bucht in der Nähe von Calas del Pino verbrachten. Es hinterließ einen lächerlichen Eindruck, wie die Bunnys, so nannte ich die jungen Frauen, die sich für einen Sommer lang meine Brüder angelten. Künstliche Titten, die nicht mit ihren abgemagerten Figuren harmonierten, blond gebleichte Haare und bei genauer Betrachtung alle mit ähnlichen Nasen, hüpften sie kreischend ins Meer. Aus der Kajüte direkt unter mir drangen klatschende Geräusche und ein überzogenes Kichern. Irgendeiner der Kerle fickte eines der Bunnys. Ich zog eine Augenbraue hoch und grummelte: »Notgeiles Pack.«
Um dem Stöhnen und der unerträglichen Hitze zu entkommen, schälte ich mich von der Matte, um mit einem beherzten Kopfsprung in die kühlen Fluten einzutauchen. Wie eine Robbe glitt ich in die Tiefe. Sofort entstand ein Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit. Das Kribbeln, wenn sich das Wasser in meiner Pussy sammelte, hatte etwas Geiles. Ich strich sanft in der Höhe des Kitzlers über das Bikinihöschen, um das Prickeln zu verstärken. Ob es anderen Frauen ebenso erging, wusste ich nicht. Selbst bei dem typischen Freundinnen-Talk hatte ich das Thema nicht angesprochen. Es lag daran, dass es mir schwerfiel, meine sexuellen Vorlieben zu formulieren. Ich sah es als bewiesen an, dass sie nicht der Norm entsprachen ...
Unabhängig von der leicht erotischen Komponente liebte ich es, mich mit dem Element Wasser zu vereinen. Den Umstand betrachtete ich als einzigen Vorteil des Aufenthalts auf der Insel der Reichen und Schönen.
Da wir gerade einmal zwei Tage in Marbella weilten, stand mir der erste Tauchgang noch bevor. Morgen sollte die Ungeduld ein Ende haben, da ich einen Tauchausflug gebucht hatte. Schwungvoll schwamm ich an die Wasseroberfläche und zog einige Bahnen um die Jacht. Gern hätte ich mich nach der Abkühlung zurückgezogen und in einer ruhigen Ecke ein Buch gelesen. Allerdings beschloss Dad, dass es für heute genug sei. Wir schipperten zurück nach Puerto José Banus, wo wir einen Liegeplatz für schlappe dreitausend Euro pro Tag in Anspruch nahmen. Die Summe verdeutlicht, das Geld bei uns keinerlei Rolle spielte. Es war einfach da.
Wie immer verdrückten sich alle, um ja nicht beim Ablegen mithelfen zu müssen. Das eröffnete mir jedoch die Möglichkeit, die Brücke aufzusuchen, da ich hoffte, der Patron erlaubte mir, sein Schätzchen zu steuern. Seit einem Jahr besaß ich einen Bootsführerschein. Es erfüllte mich mit Ehre, dass er mir erlaubte, die Sunseeker an die Anlegestelle zu manövrieren.
»Gut gemacht«, lobte er und klopfte mir anerkennend auf die Schulter.
»Danke«, murmelte ich und errötete.
»Du hättest ja eigentlich ein Junge werden sollen, das merkt man.«
Ob er es positiv meinte, ließ sich nicht heraushören. Dad zeigte niemals Gefühle. Wenn ich darüber nachdenke, habe ich ihn noch zu keinem Zeitpunkt lachen gesehen. Seine Dominanz und Unnahbarkeit haben mich stets fasziniert. Ich glaube, es war eine Hassliebe, da ich um die schrecklichen Dinge, die er getan hatte, wusste. Nicht, dass ich irgendeine sexuelle Empfindung ihm gegenüber hegte, dennoch löste die Vorstellung einen Kick aus, dass er beim Sex ebenfalls erbarmungslos agierte.
Genau genommen geilte es mich auf, hart gefickt zu werden. Blümchensex mit kuscheln führte eher dazu, dass ich wie eine Pflaume austrocknete. Erneut ein Punkt, bei dem Leonie und ich uns grundlegend unterschieden. Ihre ausschweifenden Erzählungen, wie ihr heiß geliebter Marco sie zärtlich mit der Zunge verwöhnte und sie mit sanften Berührungen zum Höhepunkt brachte, entlockte mir lediglich ein müdes Lächeln.
Ob diese Neigung daraus resultierte, dass meine Entjungferung nahezu einer Vergewaltigung glich, hinterfragte ich nicht. Psychologenscheiß passte nicht in das Weltbild einer Chloe Lombardi.
An jenem Abend traf sich die Führungsriege zu einer geheimen Sitzung in der heimischen Villa. Eine schwüle Sommernacht, in der ich nicht einschlafen konnte. Ich schlich zum Pool und steckte mir einen Joint an. Aus dem Besprechungszimmer hörte ich laute und gereizte Stimmen. Einer der Kerle, Salvatore, hatte bereits am Tag meine Aufmerksamkeit erregt. Ich fand ihn sexy, besonders seine Narbe auf der Stirn und die dunklen Augen, die das Böse widerspiegelten, ließen mich dahinschmelzen. Ich ahnte, dass er einer der Männer war, die für den Patron die Drecksarbeit erledigten. In den feuchten Träumen entsprach er genau dem Typ, der mich zum ersten Mal ficken sollte.
Dass die Fantasie einer Sechzehnjährigen mit der Realität wenig gemein hat, erlebte ich in der Nacht hautnah.
Salvatore trat auf die Terrasse hinaus und steckte sich eine Zigarette an. Der Körper strahlte pure Männlichkeit aus. Durch den Joint mutig geworden, rekelte ich mich am Rand des Pools und warf ihm verführerische Blicke zu.
»Hi, alles klar bei euch?« Ihn anzusprechen kostete Überwindung und mein Herz raste vor Aufregung.
»Chloe, gehörst du nicht längst ins Bett?« Es klang süffisant und Ärger breitete sich aus, da er in mir nach wie vor das Kind sah. Der Teufel ritt mich und ich beschloss, ihm mit meinen mittlerweile weiblichen Reizen zu verdeutlichen, dass ich bereits dem Kindesalter entwachsen war.
Ich erhob mich und zog langsam das Shirt über den Kopf. Anschließend streifte ich das Höschen herunter und zwinkerte ihm aufreizend zu. Salvatores Augen hafteten auf meinem jugendlichen Körper. Ich wusste um die Ausstrahlung, die ich auf Männer ausübte. Feste, wenngleich kleine Brüste und ein knackiger Hintern ließen ihn augenscheinlich nicht kalt. Elegant sprang ich in den Pool und tauchte bis zum Ende des Beckens. Salvatore stand derweil am Rand. Als ich ihn ansah, bemerkte ich den harten Schwanz, der sich unter der engen Hose abzeichnete. Er kniete sich herunter und raunte: »Du bist sehr mutig, Chloe.«
»Wieso?«, fragte ich keck und alles kribbelte vor Aufregung. Zwischen den Schenkeln pochte es. Er reichte mir die Hand und zog mich aus dem Wasser. Der Geruch von Tabak und Whiskey kitzelte in meiner Nase.
»Willst du es wirklich wissen?« Die Augen funkelten und den Körper umgab eine spürbare Erregung. »Du kleine Bitch machst mich geil, ich denke, das weißt du.«
Er drückte mich näher heran und ich spürte die Geilheit, die ihn vollständig erfasste. In dieser Sekunde realisierte ich, dass der Wunsch gefickt zu werden, einer pubertären Wunschvorstellung entsprach. Ich lächelte ihn unsicher an und wollte mich an ihm vorbeidrängen. Seine Pranke griff mir in die Haare und mit der anderen fasste er mir an den Busen. Obwohl es mich anmachte, hoffte ich, dass er nicht weiterging.
»Du kneifst?« Die Tonlage löste einen Schauer aus. Ich kniff die Lippen zusammen und zuckte mit den Schultern. Er packte mich am Handgelenk und drückte meine Hand auf die ausgebeulte Hose.
»Siehst du, was du angerichtet hast?«
»Mhmm.« Mehr fiel mir nicht ein und der Puls klopfte an die Schläfen.
»Ich hatte einen Scheißtag und den werde ich jetzt mit einem unverhofften netten Erlebnis beenden.«
Mein Körper begann zu zittern und signalisierte Ablehnung. Ich hätte mich wehren, um Hilfe rufen oder weglaufen können, doch ich unternahm nichts dergleichen.
Ohne ein Wort zog er mich ein Stück vom Pool weg. Seine Kräfte erlaubten keinen Widerstand.
Wenige Meter entfernt stand ein Tisch und er drückte meinen Oberkörper auf die Tischplatte.
»Nein, bitte lass das«, wisperte ich, da er mit dem Knie meine Schenkel auseinander presste. Ich glaube, ich empfand gewaltige Scham, da ich trotz der Angst eine klitschnasse Pussy bekam. Sogleich spürte ich seine Zeige- und Mittelfinger eindringen. Mit dem Daumen massierte er den Kitzler. Das entlockte mir ein heiseres Stöhnen.
»Du Sau, zierst dich und läufst aus«, stöhnte er und begann mich zu ficken. In der Stille der Nacht hörte ich, wie es schmatzte. Nicht zu wissen, was ich eigentlich wollte, schockierte mich. Ich zappelte mit dem Hintern hin und her. Rücksichtlos griff er in meine Haare und zog den Kopf in den Nacken.
»Na, was ist? Offensichtlich schreit deine Fotze nach einem großen Schwanz oder warum kannst du den Arsch nicht ruhig halten?«, kommentierte er belustigt das Gezappel.
»Weiß nicht«, presste ich hervor.
Unvermittelt klatschte er mit Wucht auf meine Rundungen. Es tat höllisch weh, doch ich verkniff mir einen Schmerzensschrei. Mit Kraft drückte er mich auf den Tisch und das erlaubte mir ab sofort keinerlei Bewegungsfreiheit. Je intensiver Salvatore die Finger eintauchte, desto schneller pulsierte das Blut durch die Schamlippen und sie schwollen an. Durch die ausgedehnten Selbstbefriedigungsspielchen kannte ich die Reaktionen des Körpers. Dieses Mal übertraf es alles bislang erlebte.
Das Öffnen des Gürtels ließ mich zusammenzucken und schon bemerkte ich die Eichel an der Pospalte.
»Bitte nicht!«, flehte ich ein weiteres Mal, mutmaßte jedoch, dass ich mir die Worte sparen konnte. Ich hatte mit dem Feuer gespielt und die Ausmaße der Flammen unterschätzt.
Das steife und riesige Glied suchte sich den Weg in meine jungfräuliche Möse.
»Wie eng«, raunte er und stieß zu.
Ich hechelte nach Luft und ein fieser Schmerz durchzuckte meinen Unterleib. Immer tiefer und härter drang er ein. Das Klatschen seiner Eier an meinem Hintern hallte durch die Nacht. Obwohl sich ein Teil in mir wehrte, kündigte sich ein Orgasmus an. Der Mann wusste zweifelsohne, wie er eine Frau zu nehmen hatte.
 In der Sekunde als mich eine heiße Welle durchströmte, hob ich den Kopf. Mir stockte der Atem, da ich meine Mum in der Dunkelheit erkannte. Sie kam gerade von einem Sparziergang mit unserem Hund zurück. Jede halbwegs fürsorgliche Mutter wäre eingeschritten. Sie dagegen drehte sich wortlos um und verschwand im Haus.
Salvatore packte mich an den Hüften und mein Körper wurde durch die Stöße durchgeschüttelt. Seine Atmung beschleunigte sich und mit einem inbrünstigen Stöhnen pumpte er das Sperma in meine Pussy. In meinem Hirn explodierten hunderte von Sternen. Diese Ambivalenz von Lust und Ablehnung entfachten eine große Irritation. Er zog den Schwanz heraus und ich spürte, wie die Säfte über die Oberschenkelinnenseite rannen. Bewegungslos und stumm harrte ich aus und hörte, wie er die Hose anzog.
»Ach und bevor du dich bei dem Patron beschwerst«, dabei beugte er sich zu mir herunter, sodass sein Gesicht direkt neben meinem war »werde ich es ihm selbst erzählen. Du hast mich geil gemacht und unser Fick ist somit einvernehmlich.«
Genau betrachtet konnte ich ihm nicht widersprechen, denn wenn ich alle Kräfte mobilisiert hätte, wäre es vermutlich nicht dazu gekommen. Dass er mich entjungfert hatte, verschwieg ich. Ob er Dad tatsächlich von dem Zwischenfall erzählte, habe ich nie erfahren. Auch Mum verlor niemals ein Wort darüber. Um die Wahrheit zu sagen, benutzte ich das Erlebnis regelmäßig zum Befeuern des Kopfkinos, um zu masturbieren.

Unterdessen erreichten wir das Feriendomizil. Der Tag hatte mich ermüdet und ich beschloss, frühzeitig schlafen zu gehen. Schließlich wollte ich für den Tauchausflug fit sein. Das frühe Aufstehen zählte nämlich nicht zu meinen herausragenden Eigenschaften.