Neuerscheinung - Leseprobe online

Dirty Passion - kein Liebesroman

Sneak Peeks

Dark Romance düster, sexy, aufregend

Chloe Lombardi

(Ohne Lektorat) 


Die sanften Wellen, die im gleichmäßigen Takt gegen den Rumpf der Zweiundzwanzigmeter Jacht schlugen, wirkten einschläfernd. Hinzu kam, dass ich mich zu Tode langweilte. Wie ich diese Familienausflüge hasste. Vermutlich beneideten mich zahlreiche Frauen, dass ich den Sommerurlaub auf einem Schiff und in einem Luxusresort auf Marbella verbringen durfte. Aber wenn man wie ich von Kindesbeinen an, nichts anderes gewohnt ist, verliert auch der größte Luxus seinen Reiz. Gern hätte ich mich nach Texas auf die Ranch einer der unzähligen Neffen des Lombardi Clans abgesetzt. Rinder einfangen, im Staub durch die Steppe galoppieren und am Lagerfeuer mit den Cowboys am Abend ein kühles Bier trinken, entsprach weitaus mehr meiner Vorstellung eines aufregenden Urlaubs. Der Parton, wie sie Dad nannten, bestand jedoch auf die einmal im Jahr stattfindende Familienzusammenführung.
»Familie muss zusammenhalten und dazu gehört es, dass sie sich regelmäßig trifft!« Die Worte des Familienvorstands ließen wie und je keinen Widerspruch zu. »Chloe, das gilt auch für dich.«
»Du weißt, dass ich mit dem ganzen Drumherum nichts anfangen kann«, versuchte ich mich in leisem Protest.
»Es würde dir gut zu Gesicht stehen, wenn du dich öfters in unseren Kreisen bewegst«, schaltete sich meine Mutter Silvana ein. »Du bist Mitte zwanzig und es ist an der Zeit, sich endlich um einem passenden Partner zu bemühen.«
Ich verdrehte die Augen. Die ständigen Anspielungen über mein dauerhaftes Singleleben, gingen mir auf die Nerven.
»Du denkst also, dass ich in dieser Jetsetwelt den Mann meiner Träume finde?«, schnaubte ich verächtlich.
»Nimm dir ein Beispiel an deiner kleinen Schwester«, fuhr sie unbeirrt fort.
»So, ich soll auch in einem goldenen Käfig leben, morgens Austern schlürfen und Champagner trinken? Warten bis der Herr Gemahl nach Hause kommt, um für ihn brav die Beine breitzumachen?« Ich wusste genau, dass ich sie mit der Äußerung provozierte, was mir jedoch herzlich egal war. Wir hatten noch nie ein besonders gutes Verhältnis zueinander.
»Chloe, wie redest du über Leonie?« Ihre Stimme nahm einen schrillen Unterton an. »Sie geht den Weg, der für sie bestimmt ist.«
Ich seufzte laut. So konnte nur eine Frau denken, deren Lebensweg traditionell verlief. Mit einundzwanzig Jahren hatte sie meinen Vater geheiratet. Einen Mann, der die Rolle des Oberhauptes eines berüchtigten Mafiaclans innehatte. Dem Klischee entsprechend wanderte die Familie Lombardi von Sizilien in die USA aus, um sich dort ihren lukrativen Geschäften zu widmen. Wer einmal die Filme »Der Pate« oder »Good Fellas« gesehen hat, weiß, was ich damit sagen möchte. Gewalt, Mord, Drogen, Prostitution und unbedingbarer Gehorsam begleiteten uns seit der Kindheit.
Im frühen Teenageralter wurde ich unfreiwillig Zeugin einer unschönen Exekution. Vermutlich hat mich der Anblick, von an die Wand spritzendem Blut und Gehirnmasse nachhaltig geprägt.
Die Diskussion verlief wie gewohnt im Sande und es blieb mir nichts anderes übrig, dem Willen der Familie nachzugeben.

Mit zusammengekniffenen Augen, verfolgte ich das Treiben der Gäste, die mit uns gemeinsam einen feuchtfröhlichen Nachmittag in einer Bucht in der Nähe von Calas del Pino verbrachten. Es hinterließ einen lächerlichen Eindruck wie die Bunnys, so nannte ich die jungen Frauen, die sich für einen Sommer lang meine Brüder angelten. Künstliche Titten, die nicht mit ihren abgemagerten Figuren harmonierten, blond gebleichte Haare und bei genauer Betrachtung alle mit ähnlichen Nasen, hüpften sie kreischend ins Meer. Aus der Kajüte direkt unter mir, drangen klatschende Geräusche und ein überzogenes Kichern. Irgendeiner der Kerle fickte eines der Bunnys. Ich zog eine Augenbraue hoch und grummelte: »Notgeiles Pack.«


Um dem Stöhnen und der unerträglichen Hitze zu entkommen, schälte ich mich von der Matte, um mit einem beherzten Kopfsprung in die kühlen Fluten einzutauchen. Wie eine Robbe glitt ich in die Tiefe. Sofort entstand ein Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit. Das Kribbeln, wenn sich das Wasser in meiner Pussi sammelte, hatte etwas Geiles. Ich strich sanft in der Höhe des Kitzlers über das Bikinihöschen, um das Prickeln zu verstärken. Ob es anderen Frauen ebenso erging, wusste ich nicht. Selbst bei dem typischen Freundinnen-Talk hatte ich das Thema nicht angesprochen. Es lag daran, dass es mir schwerfiel meine sexuellen Vorlieben zu formulieren. Ich sah es als bewiesen an, dass sie nicht der Norm entsprachen ...



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