Neuerscheinung Leseprobe Dirty Passion Kap. 2.2.2

Dirty Passion - kein Liebesroman

Sneak Peeks

Dark Romance düster, sexy, aufregend

Höchstwahrscheinlich fragen sich sadistische Akteure mit außergewöhnlichen Neigungen, wo die Ursache für ihren Lustgewinn liegt. In meinem Fall gibt es keinerlei traumatische Erfahrungen, nicht das Geringste an abartigen Erlebnisse in der Jugend. Ich habe im Übrigen in der Kindheit keinen Frosch einen Strohhalm in den Hintern gesteckt und aufgepumpt oder kleine Katzen ersäuft. Im Gegenteil ich empfinde mich als ausgesprochen tierlieb. Bis heute beherberge ich streunende Vierbeiner in meinem Chalet außerhalb Marbellas. So kam ich früh zu der Auffassung, dass der Drang beim Sex zu töten ein unabänderlicher Teil meiner Persönlichkeit darstellte.
Eine Tasse Kaffee genießend, überflog ich die Liste der Teilnehmer des heutigen Tauchausflugs. Manchmal löste ein wohlklingender Name das erste Interesse aus.
»Chloe Lombardi«, murmelte ich und trank einen Schluck, dabei verbrannte ich mir fast die Zunge. »Klingt sexy!«
Allerdings hielten die Namen nicht immer das, was sie zunächst versprachen. Ich bevorzugte einen ganz bestimmten Typ. Im Gegensatz zu den meisten Männern stehe ich nicht auf einen üppigen Busen, schon gar nicht aus Silikon. Ich begehre Figuren, die schlank sowie von fester Statur sind. Straffe Brüste mit einem dunklen Hof und großen Nippeln, sind ein Garant für meine Lust. Da ich mich als Ästhet betrachte, lege ich enormen Wert auf einen gepflegten Körper. Die Auserwählten müssen zum Beispiel rasiert sein. Sollte es ausnahmsweise nicht zutreffen, entfernen sie spätestens jedes Härchen, wenn ich sie auffordere.

Eine halbe Stunde später erreichte ich die Tauchschule. Die Abläufe und Vorbereitungen verliefen reibungslos. Durch die Überprüfung bei der Anmeldung wurde gewährleistet, dass die Taucherfahrungen der Teilnehmer harmonierten. Für den heutigen Ausflug benötigten die Taucher Erfahrung. Die Expetition sah einen Tauchgang auf über vierzig Meter vor. Die ausgewählte Stelle offenbarte erst ab diesen Tiefmetern eine herrliche Unterwasserwelt.
Wie gewohnt hakte ich die Liste der Anwesenden ab.
»Wo ist Chloe Lombardi?«, fragte ich, da sonst sämtliche Teilnehmer erschienen waren. Die Spannung wuchs. »Ich mag Unpünktlichkeit nicht.«
Einer der Mitarbeiter zuckte mit den Schultern und kümmerte sich um die Ausrüstung der Gäste. Ich warf einen Blick auf die Uhr. Sollte die Dame mit dem aufregenden Namen nicht innerhalb von zehn Minuten erscheinen, hatte sich es erledigt.
Plötzlich hörte ich das Brummen eines motorstarken Jeeps und schaute in die Richtung des ankommenden Wagens. Eine blonde Frau stieg hastig aus, rannte zur Heckklappe und zerrte ihr Taucheequipment heraus.
In meinem Kopf explodierten bei ihrem Anblick unzählige Sterne. »Perfekt!«
Sie stürzte auf mich zu. »Sorry, ich bin zu spät!«
Ihr Lächeln gefiel mir, ihr hübsches Gesicht und die Figur entsprachen dem angestrebten Beutschema.
»Nun, da hast du Glück, da wir gerade starten wollten. Verlässlichkeit ist eine Grundvoraussetzung beim Tauchen.« Mein Ton nahm eine strenge Tonlage an. Ein Test.
Ihr Gesichtsausdruck verdüsterte sich.
»Sind wir hier bei der Armee?« Ihre Stimme klang schnippisch. »Schließlich habe ich dafür bezahlt und da kann ich erwarten, dass man auf mich wartet.«
Ich hob eine Augenbraue. So, so eine widerspenstige Zicke!
Chloe agierte geübt, alle Handgriffe saßen. Aus ihrer Divingcard wusste ich, dass sie viele Tauchgänge an exotischen Orten hinter sich hatte und ausgesprochen große Erfahrung mitbrachte. Unter Umständen bedeutete das Probleme, bei der Umsetzung des gewohnten Plans. Sie übte jedoch einen solchen Reiz auf mich aus, dass ich das Risiko beschloss einzugehen.
Die Schaluppe legte ab. Zunächst kam ich den Pflichten als Tauchguide nach und begrüßte die Teilnehmer. Ebenso informierte ich sie über den Ablauf und die allgemeinen Sicherheitsregeln.
Der Blick fiel auf Chloe, die keinerlei Interesse verspürte, den Instruktionen zu lauschen.
»Das gilt auch für die blonde Lady«, rief ich ihr ärgerlich zu. Mit zusammengekniffenen Augen fixierte ich sie. Zur Freude erröteten ihre Wangen.
»Ja, ja ich widme Ihnen selbstverständlich meine gesamte Aufmerksamkeit.« Die flapsige Antwort stand im Gegensatz zu ihren Gefühlen.
Wenn du nur im Geringsten ahnen könntest, welch wahre Worte!
Ohne Unterlass taxierte ich sie. Ja, sie war perfekt!
Es blieb ihr nicht verborgen, dass ich sie beobachtete. Ihre Augen funkelten und spiegelten Selbstbewusstsein. Auf ein verschmitztes Lächeln, reagierte sie mit einer gespielten Gleichgültigkeit. Allerdings bin ich höchst Empatisch. Mir entgeht keine noch so winzige Reaktion. Eine aufregende Herausforderung sie zu erziehen und zu zerstören! Das Spiel begann!!


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Kommentare: 2
  • #1

    Yvonne Torke (Mittwoch, 10 Mai 2017 12:26)

    Bin schon gespannt, wie es weitergeht. Scheint so, als wäre Chloe nicht so einfach.

  • #2

    Bärbel Simon (Mittwoch, 10 Mai 2017)

    Ooohhh, hat da jemand einen möglichen und ebenbürtigen Gegner bekommen, sieht nicht so aus, als ob dies eine einfache Sache für ihn wird. Bin gespannt wie Chloe auf ihn reagiert.